München
Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat heute
alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aufgerufen,
sich bei Ihrer Gemeinde für das Schöffenamt zu bewerben.
Merk: „Wer als ehrenamtlicher Richter an der Strafrechtspflege
teilnimmt, hat Gelegenheit, seine Wertungen, Lebens-
und Berufserfahrung in die Entscheidungen der Gerichte
einzubringen. Damit garantieren die Schöffen eine
Rechtsprechung, die lebensnah und allgemeinverständlich
ist und stärken das Vertrauen in die Justiz. Wir brauchen
deshalb engagierte Bürgerinnen und Bürger, die dieses
ebenso interessante wie verantwortungsvolle Ehrenamt
übernehmen!“

paragraf

Wer Schöffe werden
möchte, muss sich bei seiner Gemeinde bewerben. Die
Vorschlagsliste für die Schöffen wird alle 5 Jahre
von den Gemeinden aufgestellt. Derzeit erarbeiten die
Gemeinden die Listen für die Kalenderjahre 2014 bis
2018. Melden können sich deutsche Bürgerinnen und
Bürger, die am 1. Januar 2014 das 25. Lebensjahr vollendet
haben und nicht älter als 69 Jahre sind, bei ihrer
Wohnsitz-Gemeinde. Nicht zu dem Amt eines Schöffen
berufen werden sollen Personen, die z.B. aus gesundheitlichen
Gründen für das Amt nicht geeignet oder in Vermögensverfall
geraten sind. Ausgeschlossen sind außerdem Personen,
denen ein Gericht die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher
Ämter aberkannt hat oder die wegen einer vorsätzlichen
Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten
verurteilt worden sind. Über die Aufnahme in die Liste
entscheidet die Gemeindevertretung mit Zweidrittelmehrheit.

 

Die
Vorschlagsliste reicht die Gemeinde anschließend beim
Amtsgericht des jeweiligen Bezirks ein. Dort wählt
der Schöffenwahlausschuss die erforderliche Zahl von
Haupt- und Hilfsschöffen. Dabei wird darauf geachtet,
dass jeder Hauptschöffe voraussichtlich zu höchstens
12 ordentlichen Sitzungstagen im Jahr herangezogen
wird.

 

Schöffen sind ehrenamtliche
Richter. Sie kommen ausschließlich in der Strafjustiz
zum Einsatz, und zwar bei den Strafkammern und Jugendkammern
der Landgerichte und bei den Schöffengerichten bzw.
Jugendschöffengerichten der Amtsgerichte. Sie stehen
gleichberechtigt neben dem Berufsrichter und entscheiden
gemeinsam über die Schuld- und Straffrage. Insbesondere
üben die Schöffen während der Hauptverhandlung das
Richteramt in vollem Umfang und mit gleichem Stimmrecht
wie die Berufsrichter aus.

 

Nach
der aktuellen Schöffenstatistik gab es zum 1. Januar
2009 in Bayern bei den Erwachsenen- und Jugendspruchkörpern
insgesamt 4.321 Hauptschöffen, darunter 2.255 Männer
und 2.066 Frauen. Der Frauenanteil lag somit bei 47,8
%.
Quelle: stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.