Berlin:

„Politikaward 2012“ für die BMELV-Initiative „Zu gut für die Tonne!“

Was tun mit Resten aus der Küche? Verbraucher können ab sofort mit prominenter Unterstützung Lebensmittel vor der Tonne retten. 50 Spitzenköche und Prominente haben dem Bundesverbraucherministerium ihre besten Ideen und Tipps zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Initiative Zu gut für die Tonne, die am Montagabend in Berlin mit dem „Politikaward 2012“ ausgezeichnet worden ist, hat das Ministerium die besten Tipps und Reste-Rezepte in einer App für Smartphone-Nutzer gesammelt. Bei der Vorstellung der App am Dienstag im „Kochhaus“ in Berlin sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: „Lebensmittelreste lassen sich in der Küche nicht immer vermeiden. Mit etwas Phantasie und Freude am Kochen kann aber aus Resten etwas Leckeres gezaubert werden. Mit unserer neuen App „Zu gut für die Tonne“ können sich Verbraucher interessante Tipps holen. Die App ist ein praktischer Helfer für die Küche und den nächsten Einkauf. Wer Reste vermeiden will, sollte vor allem die richtige Lagerung der Lebensmittel beachten und seine Einkäufe gut planen.“

Welche Restposten auch immer in der Küche entstehen – die App findet das richtige Rezept: Spaghetti vom Vortag werden zur Frittata verarbeitet, aus altem Brot entsteht ein Brotsalat, braune Bananen eignen sich für exotisches Curry. Spitzenkoch Christian Rach bestätigt aus eigener Erfahrung: „Selbst mit kleinen Resten lässt sich noch viel anfangen: Tomatensoße kann zum Beispiel bei der nächsten Mahlzeit als Pizzabelag verwendet werden, übrig gebliebene Kartoffeln kommen als Bauernomelette zu neuen Ehren. Ein paar trockene Brotscheiben lassen sich in leckere Arme Ritter verwandeln – mein persönlicher Tipp“.

Neben kreativen Ideen für Rezepte gibt die App aber auch zahlreiche Tipps zum Umgang mit Lebensmitteln: vom cleveren Einkauf bis zur richtigen Aufbewahrung. Wer den Besuch im Supermarkt mit der App plant, bringt mit einem interaktiven Einkaufszettel Übersicht in den nächsten Einkauf und erhält Hilfe bei den benötigten Mengen für die gewünschte Personenzahl. Ein gut geplanter Einkauf ist die beste Vorsorge, um Reste zu vermeiden. Wer für den Wocheneinkauf gleich mehrere Rezepte plant, wird mit einem systematisch sortierten Einkaufszettel unterstützt, der den Kunden zeitsparend durch das Geschäft leitet.
Ein umfangreiches Verzeichnis in der App gibt Tipps zur Haltbarkeit und zur geeigneten Aufbewahrung der Lebensmittel. Was viele nicht wissen: Jeder Kühlschrank hat verschiedene Kältezonen. Unten ist es am kühlsten, nach oben steigt die Temperatur an. Obst und Gemüse gehören ganz nach unten ins Gemüsefach, Fisch und Fleisch auf die unterste Ablage, Milchprodukte auf die mittlere, Käse auf die oberste. Eier, Butter und Getränke haben ihren Platz in der Tür. Mit Ausnahme von Obst und Gemüse sollte alles gut verpackt sein.

Weitere Informationen zur App gibt es unter: www.zugutfuerdietonne.de/app. Die Anwendung ist gratis und kompatibel mit folgenden Geräten: iPhone 3GS, 4, 4S und 5, iPod touch ab der dritten Generation, Smartphones ab Android Version 2.3.4 mit 320 bis 720 Pixeln Screenbreite. Die App ist erhältlich im AppStore und bei Google Play jeweils unter
https://itunes.apple.com/de/app/zu-gut-fur-die-tonne!/id572706106?mt=8
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.bmelv.zgt

Informationen zur Initiative Zu gut für die Tonne!
In Deutschland landen laut einer vom BMELV geförderten Studie der Universität Stuttgart jährlich knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Vieles davon wäre noch genießbar gewesen. Vermeidbare Lebensmittelabfälle sind ein Problem, das alle angeht. Das BMELV ruft deshalb zu einem bundesweiten Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung auf – getragen von Wirtschaft und Wissenschaft, Verbrauchern und Verbänden. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und Ressourcen zu schonen: Deshalb ist es wichtig, sich auf die gesamte Kette von der Landwirtschaft über die Industrie und den Handel bis hin zum Verbraucher oder Großverbraucher zu konzentrieren. Das BMELV möchte mit seiner Informationskampagne gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vor allem eines erreichen: das Bewusstsein für die Wertschätzung von Lebensmitteln zu schärfen. Denn was man achtet, wird nicht achtlos weggeworfen. Hier sind alle Akteure gefragt und gefordert: Wissenschaft, Industrie, Handel und Verbraucher, aber auch Hilfsorganisationen und die Kirchen.

Informationen zum „Kochhaus“
Das Kochhaus mit sechs Häusern in Berlin und Hamburg ist ein Lebensmitteleinzelhandel mit einem besonderen Einkaufskonzept: Im Mittelpunkt steht das Selber-Kochen. Die Produkte werden nicht nach Warengruppen angeboten, sondern nach Rezepten. An frei stehenden Tischen voller frischer Zutaten finden die Kunden alles, was sie für ein bestimmtes Gericht brauchen. Gegliedert nach Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen, portionsgerecht für jeweils zwei, vier oder mehr Personen. Auf diese Weise werden schon beim Einkauf überflüssige Reste vermieden und die Kunden zum Kochen animiert. Zu jedem Einkauf gibt es die passende Kochanleitung.

Quelle: bmelv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.