Berlin – Tokio:

Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner reist im November nach Japan

Auch mehr als eineinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima gibt es bei den zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder sowie auf Seiten des Bundes praktisch keine Berichte über mögliche radioaktive Belastungen japanischer Waren bei der Einfuhr. Die Überwachung von Lebensmitteleinfuhren in anderen Staaten der Europäischen Union bestätigt dies. Die Überschreitungen der geltenden Radioaktivitätsgrenzwerte blieben auf wenige Einzelfälle im vergangenen Jahr begrenzt, darunter Tee, der nach Frankreich eingeführt werden sollte. Für Lieferungen nach Deutschland sind dem Bundesverbraucherministerium bisher keine Höchstgehaltsüberschreitungen bekannt. Das japanische Monitoringprogramm, in dessen Rahmen rund 100.000 Untersuchungen durchgeführt wurden, zeigt Wirkung.

Insgesamt ist der Umfang der Importe von Lebensmitteln aus Japan nach Deutschland sehr gering: Von allen importierten Gütern aus der Land- und Ernährungswirtschaft kamen in den Jahren 2009 und 2010 im Schnitt nur 0,05 Prozent aus Japan. Wegen der Folgen des verheerenden Tsunamis liegt der Anteil am deutschen Außenhandel derzeit nur noch bei 0,045 Prozent. Bei den wenigen importierten Lebensmitteln handelt es sich vorwiegend um Feinkostprodukte wie spezielle Würzsoßen, Wein und Tee.

Auch die Frage, ob für den Menschen eine Gefahr beim Verzehr von Fisch oder Meeresfrüchten aus den großen pazifischen Fanggebieten bestehen könnte, kann nach bisher vorliegenden Daten verneint werden. Die EU-Kommission hatte im Zuge der Grenzwertfestlegung ein europäisches Fischmonitoring vorgeschlagen, um die Entwicklung zu beobachten. Bei diesem Untersuchungsprogramm werden auch verarbeitete Fischerzeugnisse berücksichtigt sowie Waren, die über Drittstaaten in die EU gelangen. Bisherige Untersuchungsergebnisse der zuständigen deutschen Länderüberwachungsbehörden lassen keine Überschreitungen der Höchstwerte erkennen.

Gleichwohl soll es auch weiterhin ein strenges Einfuhrregime für Lebensmittel aus Japan geben. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass ab November 2012 die Kontrollen verstärkt risikoorientiert durchgeführt werden sollen: Im Fokus stehen dabei sämtliche Produkte aus der betroffenen Region Fukushima. Daneben sind auch bei bestimmten Produkten aus umliegenden Präfekturen weiterhin Voruntersuchungen vorgeschrieben, vor allem bei Pilzen, Tee, Fischereiprodukten, bestimmten essbaren Wildpflanzen, Gemüsesorten, Obstsorten, Reis, Sojabohnen und den entsprechenden Verarbeitungserzeugnissen. Nicht gefährdete Produkte, bei denen in Japan bislang keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden, sind vom Geltungsbereich der Verordnung ausgenommen. Dazu gehören alkoholische Getränke wie Sake, Whiskey und Shochu oder Pflaumenwein und Weinbier. Die Verordnung, die ab 1. November 2012 gelten soll, führt die derzeit geltende Verordnung fort, die am 31. Oktober 2012 ausläuft. Im März 2013 soll die Verordnung auf Basis aktueller Untersuchungsergebnisse aus Japan und aus den EU-Mitgliedstaaten von der Europäischen Kommission erneut überprüft werden.

Bundesministerin Ilse Aigner wird von 10. bis 14. November 2012 zu politischen Gesprächen nach Japan reisen. Neben verschiedenen Aspekten der Lebensmittelsicherheit stehen auch die Themen Landwirtschaft, Fischerei, Energie und Verbraucherschutz im Mittelpunkt.

Quelle: bmelv.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.