München:
Merk begrüßt Gesetzentwurf zu den Väterrechten: „Aber: Solange der Vater noch gar nicht feststeht, braucht man kein Umgangsklage!“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk begrüßt
den heute verabschiedeten Gesetzentwurf zur Einführung
eines Umgangsrechts für leibliche Väter, die nicht
mit der Mutter zusammenleben. „Der Europäische Gerichtshof
für Menschenrechte verpflichtet Deutschland, leiblichen
Vätern, die nicht mit der Mutter zusammenleben, unter
bestimmten Voraussetzungen ein Umgangsrecht mit ihren
Kindern zu gewähren“, so Merk. „Das setzt der Gesetzentwurf
nun für Deutschland zutreffend um. Wichtig ist mir
insbesondere, dass dabei eines ganz klar wird: Es geht
nicht um Besitzrechte der Väter, sondern um das Wohl
des Kindes. Wenn das Kindeswohl entgegensteht, also
zum Beispiel, wenn ein Kind, das wohlbehütet in einer
Familie mit einem rechtlichen Vater aufwächst, daraus
herausgerissen würde, steht das dem Umgangsrecht entgegen!“

Erhebliche
Bedenken äußert Merk indessen in einem anderen Punkt:
„In vielen dieser Fälle wird die Vaterschaft zweifelhaft
sein“, so Merk. „Nach dem Gesetzentwurf soll der mutmaßliche
Vater dann sofort ein Umgangsverfahren anstrengen müssen,
in dessen Rahmen die Vaterschaft erst einmal durch
ein Gutachten geklärt werden soll. In solchen Fällen
sollte man aber dem Vater schon zumuten, zunächst
einmal auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten außerhalb
der Gerichtsschranken ein Gutachten in Auftrag zu geben
– unterstützt durch einen Anspruch auf Mitwirkung
von Mutter und Kind. Wenn noch gar nicht feststeht,
wer der Vater ist, macht ein Umgangsverfahren doch
keinen Sinn!“

Quelle:stmj.bayern.de

 

 

 

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.