Berlin:
Welternährungsausschuss der FAO in Rom startet Verhandlungen über
„Prinzipien für verantwortliche Investitionen in die Landwirtschaft“

Durch den Anstieg der Weltbevölkerung müssen bis zum Jahr 2050 rund neun Milliarden Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden. Dazu sind Schätzungen der UN-Welternährungsorganisation FAO zufolge jährlich Investitionen in Höhe von 83 Milliarden US-Dollar erforderlich. Hinzu kommen begleitende Investitionen in Infrastruktur, Lagereinrichtungen, Marktentwicklung oder Ausbildung sowie die Forschung und Entwicklung. Im Vorfeld der Sitzung des Welternährungsausschusses der FAO am Montag in Rom sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Ohne erhebliche Investitionen in die Landwirtschaft und den ländlichen Raum vor Ort werden wir den Kampf gegen den Hunger nicht gewinnen können.“ Kaum ein Wirtschaftsbereich in Entwicklungsländern sei in den vergangenen Jahrzehnten so vernachlässigt worden wie die Landwirtschaft. Bauern vor Ort fehle es häufig am Zugang zu finanziellen Mitteln für Investitionen, zum Beispiel in Saatgut oder Bewässerung. In vielen Entwicklungsländern gelinge es nicht, mit öffentlichen Mitteln den Investitionsbedarf zu decken. Private Investitionen – auch aus dem Ausland – sind daher ein wichtiger Faktor, um die globalen Investitionsziele für die Verbesserung der Welternährung zu erreichen. Voraussetzung dafür seien allerdings „faire Spielregeln“, betonte Aigner. „Investitionen müssen verantwortlich geplant und realisiert werden. Hier braucht es klare Prinzipien, die das gewährleisten. Dafür setze ich mich ein. Die ländliche Bevölkerung vor Ort darf nicht der Verlierer sein, sondern soll von Investitionen in die Landwirtschaft profitieren.“

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Mit der Sitzung in dieser Woche startet der Welternährungssauschuss (CFS) bei der FAO einen breit angelegten globalen Konsultationsprozess für die Entwicklung von „Prinzipien für verantwortliche Agrarinvestitionen“. Ziel ist es, vor allem Kleinbauern in Wertschöpfungsketten einzubinden und negative soziale und ökologische Folgen von Investitionen zu vermeiden. Dabei spielen auch starke Erzeugerorganisationen und Genossenschaften eine wichtige Rolle. Sie sind ein bewährtes Mittel, um die Kräfte der bäuerlichen Bevölkerung zu bündeln und besser zu organisieren. Deutschland habe hohe Erwartungen, so Aigner. „Im Mai dieses Jahres ist uns mit der Verabschiedung der Freiwilligen Leitlinien zur verantwortungsvollen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern ein entscheidender Schritt gelungen hin zu mehr Sicherheit und Gerechtigkeit beim Zugang zu natürlichen Ressourcen. Diesen Erfolg kann die Welternährungsorganisation hoffentlich mit den Prinzipien für verantwortliches Agrarinvestment fortsetzen“, sagte Aigner.

Mit Blick auf den 5. Berliner Agrarministergipfel im Januar 2013 betonte die Bundesministerin: „Deutschland unterstützt den Prozess der Entwicklung von Prinzipien für verantwortliche Investitionen auf mehreren Ebenen. Zum nächsten Agrarministergipfel am Rande der Internationalen Grünen Woche in Berlin habe ich Kollegen aus 185 Ländern eingeladen, um intensiv zu diskutieren, wie die Spielregeln für faire Agrarinvestitionen aussehen könnten. Klar ist jetzt schon: Am Ende müssen höhere Investitionen in die Landwirtschaft und die ländlichen Räume stehen, die vor allem die Menschen vor Ort erreichen.“

Quelle: bmelv.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.