München:

Anlässlich Münchner Stalking-Fall: Justizministerin Merk gibt bayerische Stalking-Zahlen für 2011 bekannt / „Wir brauchen einen besseren Stalking-Paragraphen, um Stalking-Opfern noch leichter helfen zu können!“

Anlässlich der Verurteilung eines 50-jährigen
Stalkers durch das Amtsgericht München zu einer 6-monatigen
Freiheitsstrafe ohne Bewährung hat Bayerns Justizministerin
Dr. Beate Merk die aktuelle Strafverfolgungsstatistik
zu Stalking in Bayern bekannt gegeben. „Die Statistik
zeigt, dass Stalking eine Straftat ist, die Staatsanwaltschaft
und Polizei in Bayern sehr Ernst nehmen“, so Merk.
„Sie weist für 2011 53 Verurteilungen gegenüber 55
im Vorjahr 2010 auf. Ich möchte die Opfer von Stalking
ermutigen, die Attacken nicht auszuhalten, sondern
Anzeige zu erstatten, damit dem Täter wie im Münchner
Fall geschehen die ‘rote Karte gezeigt‘ werden
kann.

Von den 53 Verurteilten waren
46 männlich (Vorjahr: 44 von 55). Bei den Zahlen ist
zu berücksichtigen, dass die Strafverfolgungsstatistik
nur das abstrakt schwerste Delikt erfasst, aufgrund
dessen die Verurteilung erfolgt. Eine Verurteilung
wird daher in der Strafverfolgungsstatistik nicht als
Verurteilung wegen Stalking erfasst, wenn gleichzeitig
zum Beispiel der Tatbestand der Körperverletzung (auch
als Versuch) erfüllt wird. Ebenso wird nur als ein
Verurteilter erfasst, wer in einem Strafurteil z. B.
wegen 10 tatmehrheitlichen Fällen der Nachstellung
verurteilt wurde. In Wahrheit liegen die Verurteilungszahlen
also höher.

 

Ministerin Merk betonte
aber auch, dass aufgrund empfindlicher Lücken beim
Stalking-Paragraphen nicht jedem Stalking-Opfer geholfen
werden könne. „Bisher krankt die strafrechtliche Verfolgung
von Stalkern daran, dass eine psychische Belastung
des Opfers, und sei sie auch noch so stark, allein
nicht ausreicht“, so Merk. „Vielmehr muss beim Opfer
erst eine ‘schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung‘
eintreten – das heißt, es muss seine äußere Lebensführung
ändern.“ Das Opfer, das Stärke zeige und sich nach
außen nichts anmerken lasse, werde also im Regelfall
nicht geschützt.

 

„Ich kämpfe deshalb
dafür, dass es in Zukunft reicht, dass das beharrliche
Nachstellen „geeignet“ ist, die schwerwiegende
Beeinträchtigung der Lebensgestaltung herbeizuführen“,
so Merk. „Einen entsprechenden Gesetzentwurf habe ich
bereits im Juni der Justizministerkonferenz vorgestellt.
Derzeit befragen die Kolleginnen und Kollegen ihre
gerichtliche Praxis dazu. Auf der nächsten Justizministerkonferenz
am 15. November 2012 in Berlin werde ich das Thema
erneut auf die Tagesordnung bringen.“

Das
Amtsgericht München hatte am Montag einen 50-jährigen
vorbestraften Stalker zu einer Freiheitsstrafe von
6 Monaten verurteilt, die nicht zur Bewährung ausgesetzt
wurde.
Quelle: stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.