München – Berlin:
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erläutert bayerischen Antrag zur Senkung der Stromsteuer in der morgigen Bundesratssitzung

Bayern wird morgen im Bundesrat
einen von Wirtschafts- und Energieminister Martin Zeil
entworfenen Gesetzentwurf zur Abstimmung stellen, mit
dem die Stromsteuer zum 1. Januar 2013 gesenkt werden
soll. Zeil erläutert, wie die „Strompreisbremse“
funktioniert: „Unser Vorschlag bewirkt, dass die
von den Stromverbrauchern zu zahlende Stromsteuer um
genau den Betrag sinkt, um den die Umlage für die
Förderung der erneuerbaren Energien – die EEG-Umlage
– steigt.“

Minister Zeil erinnert
an das Versprechen der Bundeskanzlerin vom letzten
Jahr, dass die EEG-Umlage nicht wesentlich über den
Betrag von 3,5 Cent pro Kilowattstunde hinaus steigen
soll. Bereits jetzt zeichnet sich aber ab, dass die
Umlage von derzeit 3,59 Cent auf über 5 Cent in 2013
steigen wird, weil der Zubau von Solarstrom-, Windkraft-
und Biomasseanlagen weiter anhält und deshalb mehr
Einspeisevergütungen an die Anlagenbetreiber ausgezahlt
werden müssen. „Wenn die Kanzlerin ihr Wort halten
will, muss sie die Stromverbraucher an anderer Stelle
entlasten, eben bei der Stromsteuer“, fordert Zeil.

 

Diese
Belastungsbegrenzung ist nach Auffassung des Ministers
dringend nötig. „Strom darf kein Luxusgut werden“,
ist Zeil überzeugt, „und wir dürfen keine Betriebe
und Arbeitsplätze wegen zu hoher Strompreise verlieren.“
Zwar gebe es Ausnahmeregeln bei Stromsteuer und EEG-Umlage
für besonders energieintensive Industrieunternehmen.
Aber die Mehrzahl der produzierenden Unternehmen, vor
allem im Mittelstand, müsse genauso wie die Privathaushalte
Steuer und Umlage komplett bezahlen. Zeil: „Ich hoffe,
dass sich die Bundesratsmehrheit morgen für die Verbraucher,
die Betriebe und die Arbeitsplätze entscheidet und
unserem Antrag zustimmt.“

 

Zeil
kritisiert in diesem Zusammenhang die Senkung der Stromsteuer
mit Hinweis auf sinkende Rentenbeiträge abzulehnen.
„Die Senkung der Rentenbeiträge ist gesetzlich vorgeschrieben
und hat mit den Strompreisen nicht das Geringste zu
tun“, erklärt der Wirtschaftsminister. „Das Geld
in der Rentenkasse ist das Geld der Versicherten und
nicht das Geld des Staates. Es darf daher nicht einfach
als Entlastung für die hohen Strompreise umgedeutet
werden. Ich rate dringend davon ab, an dem ideologisch
konstruierten Zusammenhang zwischen Rentenbeiträgen
und Energiesteuern festzuhalten, mit dem Rot-Grün
im Jahr 1999 die Einführung der ‚Ökosteuer’ rechtfertigen
wollte.“

 

Darüber hinaus hätten
unzählige Menschen in Deutschland gar nichts von der
Senkung der Rentenbeiträge, erläutert der Minister.
Die hohen Strompreise müssten sie aber trotzdem zahlen.
„Die Strompreisbremse gehört deshalb ganz oben auf
die politische Tagesordnung – genauso wie eine grundlegende
Reform der Erneuerbare-Energien-Förderung“, so Zeil
abschließend.

Quelle:stmwivt.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.