München:

Gemeinsamer Antrag Bayerns und Hessens zur Verbraucher-schutzministerkonferenz

 

Bayern und Hessen setzen sich mit einem gemeinsamen
Antrag zur Verbraucherschutzministerkonferenz, die
ab dem kommenden Mittwoch, 12. September 2012, stattfindet,
für eine Stärkung des Anlegerschutzes bei geschlossenen
Fonds ein. Geschlossene Fonds unterliegen bislang kaum
gesetzlichen Regelungen und werden daher dem Grauen
Kapitalmarkt zugeordnet. In den letzten Jahren haben
zahlreiche Privatanleger gerade mit Beteiligungen an
geschlossenen Fonds, die mit unrealistischen Renditeversprechen
beworben, unprofessionell gemanagt oder auch in betrügerischer
Absicht aufgelegt wurden, erhebliche wirtschaftliche
Verluste erlitten. „Der vom Bundesfinanzministerium
im Juli vorgelegte Entwurf eines Kapitalanlagegesetzbuchs
ist ein wichtiger Schritt. Zum Schutz von Privatanlegern
werden damit erstmals umfassende materielle Standards
für geschlossene Fonds – wie beispielsweise Anforderungen
an das Mindestkapital – geschaffen. Wir wollen in der
Verbraucherschutzministerkonferenz auch ein Signal
setzen, dass bestimmte geschlossene Fonds wegen ihrer
Risiken für Privatanleger ungeeignet sind und daher
die vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagenen Beschränkungen
zu begrüßen sind. In einigen Bereichen geht der Entwurf
aber noch nicht weit genug“, so die Verbraucherministerinnen
Beate Merk (Bayern) und Lucia Puttrich (Hessen).

Vor
allem im Zusammenhang mit Steuersparmodellen haben
Finanzberater Anlegern häufig Fondsbeteiligungen in
Kombination mit einer Kreditfinanzierung angeboten.
Bei Verlusten der Fondgesellschaft haben die Anleger
in diesen Fällen zusätzlich den Kredit zu bedienen
und die Kreditzinsen zu zahlen. „Solche kreditfinanzierten
Beteiligungen sind für Privatanleger aufgrund ihres
hohen Verlustrisikos schlichtweg ungeeignet. Kreditfinanzierte
Fondsbeteiligungen oder vergleichbare Anlageformen
sollten daher künftig nicht mehr zum Vertrieb an Privatkunden
zugelassen sein,“ teilen die beiden Ministerinnen mit.
Noch kein schlüssiges Konzept liege außerdem vor,
wie bei geschlossenen Fonds eine ausreichend breite
Risikomischung sichergestellt werden könne.

 

Nachbesserungsbedarf
sehen die Verbraucherschutzministerinnen auch bei den
Kontrollrechten der Anleger. Zwar sieht der Gesetzentwurf
des Bundesfinanzministeriums einen obligatorischen
Aufsichtsrat bei den Fondsgesellschaften vor. Auch
die einzelnen Anleger müssten aber die Möglichkeit
haben, Managementfehler oder ungünstige Entwicklungen
rechtzeitig erkennen zu können. Die beiden Ministerinnen
sprechen sich daher dafür aus, den einzelnen Anlegern
effektive Kontrollrechte einzuräumen, die über die
bloßen Einsichtsrechte eines Kommanditisten hinausgehen.

 

Die
Verbraucherschutzministerinnen abschließend: „Die
zahlreichen Pleiten in den letzten Jahren, bei denen
auch viele Kleinanleger große Teile ihres Ersparten
verloren haben, haben gezeigt, wie wichtig ein effektiver
Anleger- und Verbraucherschutz im Bereich der geschlossenen
Fonds ist. Bayern und Hessen werden sich daher auch
künftig aktiv in das Gesetzgebungsverfahren einbringen!“

 
Quelle: stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.