München:
Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk gratuliert
Staatsanwaltschaft und Polizei zu ihrem Fahndungserfolg
im Fall eines mutmaßlichen Stalkers, der eine 17-jährige
junge Frau aus München mehrfach bedroht und sogar
einen Nachruf auf sie in einer Tageszeitung aufgegeben
haben soll. „Hier zeigt sich einer breiten Öffentlichkeit,
wie weit Stalking gehen und welche Belastung es für
das Opfer bedeuten kann“, so Merk. „Deshalb ist es
so wichtig, dass wir den Stalking-Paragraphen, für
den Bayern so lange bekämpft hat, haben und strafrechtlich
dagegen vorgehen können.“

Merk
machte aber zugleich darauf aufmerksam, dass es auch
viele Stalking-Opfer gebe, denen Polizei und Staatsanwaltschaft
nur eingeschränkt helfen könnten, weil der Stalking-Paragraph
eine Lücke aufweise. „Der Straftatbestand ist nur
dann erfüllt, wenn das strafbare Nachstellen zu einer
Beeinträchtigung der Lebensführung des Opfers führt“,
so Merk. „Das hat zur Konsequenz, dass Opfer, die sich
nach außen hin stark zeigen und ihr Leben nicht umstellen,
durch unser Strafrecht häufig nicht geschützt sind.“
Die Ministerin fordert, diese Lücke zu schließen.
Sie wirbt derzeit deutschlandweit um Mehrheiten für
den Vorschlag, hat im Juni dieses Jahres die Justizministerkonferenz
damit befasst und will das Thema im Herbst erneut auf
die Konferenz bringen. „Ich setze mich weiter konsequent
dafür ein, dass wir die Schutzlücke schließen“,
so Merk.

 

Merk wiederholte zudem
ihre Forderung, die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung
wieder einzuführen. „Gerade in Stalking-Fällen, die
ja typischerweise auch mittels Telefon oder Internet
begangen werden, kann der Rückgriff auf gespeicherte
Verbindungsdaten ein wichtiges Mittel für die Strafverfolger
sein, um Straftaten rasch aufzuklären. Im Münchner
Fall ist dies erfreulicherweise auch ohne den Rückgriff
auf Vorratsdaten gelungen. Es kann aber auch Stalking-Fälle
geben, in denen eine Verzögerung der Ermittlungen
dazu führt, dass dem Opfer nicht oder zu spät geholfen
werden kann!“

Quelle:stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.