München:
„Wir brauchen ein deutliches Signal, dass Fehlverhalten hier völlig inakzeptabel ist!“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk fordert
in Folge des Organhandelsskandals eine deutlich härtere
Sanktionierung illegaler Verhaltensweisen und Manipulationen
im Bereich des Transplantationsrechts auch durch das
Strafrecht. „Wir müssen das Vertrauen der Menschen
in die Organspende wiederherstellen“, so Merk. „Dazu
gehört für mich auch eine Nachbesserung im Bereich
des Strafrechts: Dadurch würde ein ganz klares Signal
gesetzt, dass Manipulationen hier völlig inakzeptabel
und mit dem schärfsten Schwert bedroht sind, das wir
in unserem Recht haben, nämlich mit Kriminalstrafe.“
Merk weiter: „Das heißt konkret: Es ist aus meiner
Sicht völlig inakzeptabel, dass beispielsweise der
gewerbsmäßige Handel mit Organen und Geweben lediglich
mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren geahndet wird,
während zum Beispiel auf gewerbsmäßige Hehlerei
eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren steht.
Wir müssen die Strafandrohung hier auf 10 Jahre erhöhen.
Das hätte insbesondere auch eine längere Verfolgbarkeit
zur Konsequenz, weil die Verjährungsfrist von fünf
auf zehn Jahre verlängert würde. Und: Wir müssen
überprüfen, ob der Katalog der mit Strafe bedrohten
Verstöße gegen Vorschriften über die Organtransplantation
ausgeweitet werden muss. Beides zusammen wäre ein
wichtiger Baustein, um wieder Vertrauen in die Transplantationsmedizin
zurückzugewinnen.

 

 

 

Hintergrund:

 

Nach
derzeit geltendem Recht ist in § 18 des Transplantationsgesetzes
der Organ- und Gewebehandel mit Freiheitsstrafe bis
zu 5 Jahren, bei Gewerbsmäßigkeit mit Freiheitsstrafe
von einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht. In §19
des Transplantationsgesetzes werden bestimmte dort
abschließend aufgezählte Verstöße gegen das bei
Transplantationen zu beachtende Verfahren unter Strafe
gestellt.

Quelle:stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.