München:

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk sieht infolge
der jüngsten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs
zur medizinischen Behandlung unter Betreuung stehender
Menschen dringenden Bedarf für eine bundesgesetzliche
Regelung. Der Bundesgerichtshof hatte am 20. Juni 2012
in Abkehr von seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden,
dass Betreuer mangels einer ausreichenden gesetzlichen
Grundlage medizinische Behandlungen auch dann nicht
gegen den Willen der Betreuten durchsetzen können,
wenn diese ihre Behandlungsbedürftigkeit infolge einer
psychischen Erkrankung nicht erkennen können.

Merk:
„Wie der Bundesgerichtshof in seinen Entscheidungen
selbst ausführt, kann das Fehlen von Befugnissen zur
Durchsetzung notwendiger medizinischer Maßnahmen dazu
führen, dass Betroffene ohne eine solche Behandlung
erheblichen Schaden nehmen, so zum Beispiel, wenn ein
an Demenz erkrankter Diabetiker die erforderliche Insulinzufuhr
verweigert, weil er seine Erkrankung nicht erkennen
kann. Im wohl verstandenen Interesse der Betroffenen
brauchen wir eine Regelung, die ein Eingreifen in derartigen
Fällen wieder erlaubt.“ Bisher war es möglich, dass
Betreuer mit Genehmigung des Betreuungsgerichts eine
Unterbringung ihrer Betreuten zum Zweck der Heilbehandlung
veranlassen konnten. Dieser Weg ist seit den Entscheidungen
des Bundesgerichtshofs verschlossen.

 

Merk:
„Die Rückmeldungen aus der gerichtlichen Praxis zeigen
mir, dass sich die Betreuungsgerichte aufgrund der
neuen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne eine
ausdrückliche gesetzliche Regelung nicht in der Lage
sehen, künftig Unterbringungen zu Zwecken der Heilbehandlungen
zu genehmigen. Jetzt ist der Bundesgesetzgeber gefordert,
möglichst kurzfristig eine Regelung zu schaffen, die
einerseits die Grundrechte der Betroffenen wahrt und
andererseits dringend erforderliche medizinische Behandlungen
ermöglicht.“

Quelle:stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.