Berlin – Madrid: 
Bundesbildungsministerin vereinbart mit ihrem Amtskollegen Ortega Zusammenarbeit bei Berufsausbildung / Schavan: „Pionierarbeit für Europa“

Bundesbildungsministerin Annette Schavan und ihr spanischer Amtskollege Minister Wert Ortega haben heute in Stuttgart eine enge Kooperation in der beruflichen Bildung vereinbart. Im Mittelpunkt der Deutsch-Spanischen Ausbildungskonferenz mit führenden Vertretern von Unternehmen, Bildungsanbietern, Kammern und Gewerkschaften, standen konkrete Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien vor dem Hintergrund der deutschen Erfahrungen mit dem dualen System. „Wir können nicht zulassen, dass eine ganze Generation junger Menschen verloren geht“, sagte Schavan. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem deutschen dualen Berufsbildungssystem gesammelt. Spanische Unternehmen, die in Deutschland eine Niederlassung haben, sind wichtige Botschafter. Und deutsche Unternehmen stehen auch in Spanien bereit, nach diesen Grundsätzen auszubilden.“

Mit der Kooperation sollen ein enger Erfahrungs- und Expertenaustausch zum Berufsbildungssystem sowie Maßnahmen zur Unterstützung der Mobilität von Auszubildenden initiiert werden. Deutsche und spanische Unternehmen sollen beim Aufbau einer am dualen System orientierten Ausbildung in Spanien eng zusammenarbeiten. Die Qualifizierung von Bildungspersonal und die Nutzung des EU-Bildungsprogramms „Lebenslanges Lernen“ für den Expertenaustausch (peer learning) sind weitere Themen der Zusammenarbeit. Deutschland und Spanien sind sich einig, dass die EURES-Datenbank zur Vermittlung von Arbeitsplätzen innerhalb der EU künftig auch auf die Vermittlung von Ausbildungsplätzen ausgeweitet werden soll. „Wir wollen gemeinsam Lösungen entwickeln, um arbeitslosen Jugendlichen eine Perspektive zu geben. Wegen des Fachkräftemangels bei uns gibt es für spanische Jugendliche auch in Deutschland interessante Ausbildungsmöglichkeiten“, so Schavan.

„Von der Konferenz geht ein Impuls für ganz Europa aus. Die deutsch-spanische Pionierarbeit soll zum Modell auch für andere Länder werden“, sagte die Bundesbildungsministerin. Nach einem Bericht der Europäischen Kommission sind 5,5 Millionen Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren in Europa arbeitslos, insbesondere südeuropäische Länder sind stark betroffen. In Spanien lag die Jugendarbeitslosenquote im Mai 2012 bei 52,1 Prozent. Die europaweit niedrigste Jugendarbeitslosigkeit von 7,9 Prozent in Deutschland wird zu einem erheblichen Anteil dem deutschen Berufsbildungssystem zugeschrieben. Das duale System ist dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Verantwortung für die Ausbildung im Unternehmen und damit praxisnah erfolgt. Die Berufsschule vermittelt zusätzlich theoretisches Grundlagenwissen. Durch den Schwerpunkt der Ausbildung im Betrieb wachsen die Auszubildenden frühzeitig in das Arbeitsleben hinein. Der Übergang in das Arbeits- und Erwerbsleben wird
hierdurch erheblich erleichtert.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa war vor kurzem auch Thema auf dem Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs, in dem ein „Pakt für Wachstum- und Beschäftigung“ in Höhe 120 Milliarden Euro beschlossen wurde. Rund 55 Milliarden Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die noch nicht für konkrete Projekte gebunden sind, sollen für wachstumssteigernde Maßnahmen und zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit genutzt werden. 7,3 Milliarden Euro soll die Europäische Kommission für konkrete Maßnahmen zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit verwenden.

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.