München:
Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk und die
Vorsitzende des Arbeitskreises Recht der CSU-Fraktion
im Bayerischen Landtag Petra Guttenberger planen, im
Freistaat Bayern ein Haus des Jugendrechts in Angriff
zu nehmen. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, in
dem die Behörden, die neben den Jugendgerichten im
Jugendstrafverfahren mit straffälligen Jugendlichen
zu tun haben, also Jugendbeamte der Polizei, Jugendstaatsanwälte
und Jugendgerichtshilfe, unter einem Dach zusammenarbeiten.
„Diese engmaschige Betreuung, aber auch Kontrolle straffälliger
Jugendliche ist ein ganz entscheidender Beitrag für
mehr Effizienz des Verfahrens und eine wirksamere Behandlung
der jungen Straffälligen“, so Merk.

Außerdem
trage die räumliche Nähe und engere Zusammenarbeit
der beteiligten Stellen natürlich auch zu einer weiteren
deutlichen Beschleunigung des Verfahrens bei. Dies
ist bei Jugendstrafverfahren besonders wichtig, weil
Reaktionen hier umso wirksamer sind, je schneller sie
auf die Tat folgen. „Was die Geschwindigkeit der Verfahren
angeht, sind wir in Bayern zwar bereits sehr gut aufgestellt“,
so Merk. „Aber das Haus des Jugendrechts kann gerade
in Ballungsgebieten ebenfalls einen weiteren wirksamen
Baustein dazu liefern“.

 

Das Haus
des Jugendrechts soll zunächst als Modellprojekt eingerichtet
werden. Geeignete Standorte müssen mit Polizei und
interessierten Städten noch geprüft werden. Zuständig
wäre das Haus des Jugendrechts für alle Delikte von
Jugendlichen und Heranwachsenden bis 21 Jahre; ausgenommen
wären nur sehr schwere Straftatenwie Tötungsdelikte,
Sexualdelikte und Großverfahren aus dem Betäubungsmittelbereich.
Einen wichtigen Schwerpunkt bilden die Mehrfach- und
Intensivtäter sowie die sogenannten Schwellentäter,
bei denen sich eine Entwicklung zum Intensivtäter
anbahnt. U. a. in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz
gibt es bereits solche Modelle, mit denen gute Erfahrungen
gesammelt wurden.

 

Der Plan zur Errichtung
eines Hauses des Jugendrechts wird derzeit innerhalb
der Staatsregierung koordiniert.

Quelle:stmj.byern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.