Berlin:

Ein Telefonat darf nicht mehr als 35 Cent pro Minute kosten, eine SMS nicht mehr als elf Cent – ein „Kostenairbag“ soll zu hohe Surfgebühren abfedern

Am 1. Juli 2012 tritt innerhalb der Europäischen Union die neue Roaming-Verordnung in Kraft. Wer ab Sonntag im europäischen Ausland mit seinem Handy telefoniert, muss maximal 29 statt bisher 35 Cent pro Minute zahlen. Für die Annahme eines Anrufs aus dem EU-Ausland dürfen die Anbieter nicht mehr als acht Cent in Rechnung stellen, bisher waren es elf Cent. Auch die Preisobergrenze für das Absenden einer SMS sinkt von bisher maximal elf auf neun Cent, der Empfang ist entgeltfrei. Inklusive Mehrwertsteuer sinkt der Minutenutenpreis für einen Anruf somit auf maximal 35 Cent, für die Annahme eines Anrufs auf höchstens zehn Cent, für das Versenden einer SMS auf höchstens elf Cent. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner begrüßte die Neuregelung: „Gerade zum Start in die Urlaubssaison ist das eine gute Nachricht für alle Verbraucher. Die neue Verordnung wird Handy-Nutzer besser vor bösen Kosten-Überraschungen etwa nach der Rückkehr aus dem Urlaub schützen.“

Bis 2014 werden die Gebühren für grenzüberschreitende Mobilfunkgebühren stufenweise weiter sinken. Zudem sollen Verbraucher dann auf günstigere Auslandsanbieter umsteigen können, ohne die SIM-Karte und ihre Nummer wechseln zu müssen.

Eine weitere Neuerung: Ab Juli 2012 gelten auch neue Vorschriften und Preisgrenzen für das mobile Herunterladen von Daten. Ein Megabyte schlägt dann mit höchstens 70 Cent (83 Cent inklusive Mehrwertsteuer) zu Buche. Zudem soll ein so genannter Kostenairbag horrende Roaminggebühren verhindern. Mit anderen Worten: Mobilfunkkunden erhalten künftig eine Information, wenn sie beim Datenroaming eine Kostengrenze von 50 Euro beziehungsweise ein von ihnen zuvor festgelegtes Limit erreicht haben. Die Datennutzung wird nur weiter ausgeführt, wenn die Kunden ausdrücklich erklären, dass sie weiterhin das Datenroaming nutzen möchten.

Vorsicht außerhalb der EU
Das Bundesverbraucherministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die Roaming-Verordnung nur innerhalb der EU gilt. Wer sein Handy zum Beispiel in Staaten wie der Schweiz oder der Türkei benutzt, muss weiter mit deutlich höheren Kosten rechnen. Jeder, der sein Handy außerhalb der EU benutzen will, sollte sich vor der Reise über die Preise im jeweiligen Land informieren. Zur besseren Information der Verbraucher sieht die neue EU-Verordnung Preisinformationspflichten auch für das außereuropäische Ausland vor. So soll der Kunde bei Grenzübertritt künftig eine automatische Mitteilung über die Preise für Sprach- und SMS-Dienste sowie für Datenroaming-Dienste erhalten.
Quelle: bmelv.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.