München:

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk macht nun
Nägel mit Köpfen bei der von ihr geforderten Verschärfung
des Anti-Stalking-Paragraphen: Die Ministerin wird
der Justizministerkonferenz am kommenden Mittwoch,
13. Juni 2012 einen konkreten Formulierungsvorschlag
unterbreiten, um den strafrechtlichen Schutz von gestalkten
Frauen und Männern zu verbessern.

 

„Bisher
krankt die strafrechtliche Verfolgung von Stalkern
daran, dass eine psychische Belastung des Opfers, und
sei sie auch noch so stark, allein nicht ausreicht“,
so Merk. „Vielmehr muss beim Opfer erst eine ‘schwerwiegende
Beeinträchtigung der Lebensgestaltung‘ eintreten
– das heißt, es muss seine äußere Lebensführung
ändern.“ Das Opfer, das Stärke zeige und sich nach
außen nichts anmerken lasse, werde also im Regelfall
nicht geschützt.

 

„Hier muss
es in Zukunft reichen, dass das beharrliche Nachstellen
‘geeignet‘ ist, die schwerwiegende Beeinträchtigung
der Lebensgestaltung herbeizuführen“, so Merk. „Dann
können wir in derartigen Fällen auch leichter frühzeitig
mit Untersuchungshaft, der beim Stalking so genannten
„Deeskalationshaft“, reagieren.“

 

Der
Stalking-Paragraph soll nach dem Vorschlag Merks künftig
folgende Fassung erhalten (wesentliche Änderung gegenüber
dem im Jahr 2007 eingeführten Pragraphen ist in Fettschrift
hervorgehoben):

§
238 Nachstellung

(1)
Wer einem Menschen in einer Weise unbefugt nachstellt,
die geeignet ist, ihn in seiner Lebensgestaltung
schwerwiegend zu beeinträchtigen
, indem er
beharrlich

  1. seine räumliche Nähe
    aufsucht,
  2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln
    oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über
    Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,
  3. unter
    missbräuchlicher Verwendung von dessen personenbezogenen
    Daten Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen
    für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem
    Kontakt aufzunehmen,
  4. ihn mit der Verletzung
    von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit
    oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden
    Person bedroht oder
  5. eine andere vergleichbare
    Handlung vornimmt,
    wird mit Freiheitsstrafe bis
    zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Quelle:stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.