Berlin:
Beim „Wirtschaftsdialog für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der
Internetpiraterie“, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
(BMWi) im Jahr 2008 eingerichtet hat, haben sich gestern Nachmittag die
beteiligten Rechteinhaber, Diensteanbieter und Verbraucherschützer im Gespräch
mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und dem
Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und
Technologie Hans-Joachim Otto auf Empfehlungen für konkrete Maßnahmen zur
Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen im Internet
<http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/digitale-welt.html>
verständigt.

Die Beteiligten einigten sich darauf, die Arbeiten an der Konzeption einer
gemeinsamen Aufklärungskampagne fortzusetzen. Mit dieser Aufklärungskampagne soll
die grundlegende Bedeutung des Urheberrechts für die Existenz der Kreativen und
zugleich für die Vielfalt, Innovation und Gestaltungskraft innerhalb der
Gesellschaft insgesamt herausgestellt werden.

Positive Resonanz fanden die erfolgversprechenden Arbeiten an einer
Selbstverpflichtung der Werbewirtschaft. Diese Selbstverpflichtung hat zum Ziel,
Werbung auf Internetportalen mit illegalen Inhalten zu verhindern, um
professionell organisierten Urheberrechtsverletzern die finanzielle Basis ihrer
kriminellen Handlungen zu entziehen.

In der Diskussion wurden Präzisierungen zum Begriff des „gewerblichen Ausmaßes“
und auch des Umfangs des Auskunftsanspruchs nach § 101 Urheberrechtsgesetz
thematisiert. Stark divergierende Rechtsprechung habe hier zu Rechtsunsicherheit
für Urheber und Verbraucher geführt. Bundesjustizministerin
Leutheusser-Schnarrenberger sicherte daher zu, Klarstellungen in den
entsprechenden Vorschriften bis zur Sommerpause zu prüfen. Auch bei der Frage der
Deckelung von Abmahngebühren sagte sie eine Überprüfung der bisherigen Vorschläge
zur Höhe des Streitwertes zu.

An die Länder wurde gemeinsam appelliert, die Rechtsdurchsetzung bei
Urheberrechtsverletzungen im Internet weiter zu verbessern. Als ein Vorbild wurde
die Integrierte Ermittlungseinheit Sachsen (INES) genannt. Darüber hinaus sollte
bei der Aus- und Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten die technischen und
rechtlichen Spezifika des Internet noch stärker berücksichtigt werden. Die
Wirtschaftsvertreter boten an, die Behörden hierbei mit Know-how zu unterstützen.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die bereits bestehende internationale
Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet
fortgeführt werden soll und hohe Beachtung verdient.

Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto: „Rechteinhaber,
Diensteanbieter und nicht zuletzt die Nutzer haben ein gemeinsames Interesse an
der Entwicklung neuer, attraktiver Inhalte. Ein wirksames Urheberrecht ist
hierfür Voraussetzung. Ich freue mich daher, dass in offener und konstruktiver
Atmosphäre viele konkrete Vorschläge gemacht worden sind, die – wenn sie
konsequent umgesetzt werden – den Schutz des geistigen Eigentums nachhaltig
verbessern können. Wir sind ein gutes Stück weitergekommen.“

Der „Wirtschaftsdialog für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der
Internetpiraterie“ wird nach der Sommerpause fortgesetzt.

Quelle: bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.