Berlin:

Deutsche Initiative wirkt: EU-Kommission legt Vereinfachungen für Weinbauern vor
Backpulver wieder als günstiges und umweltfreundliches Mittel gegen Pilzkrankheit „Echter Mehltau“ nutzbar – Bundesminister Rainer setzte sich auf EU-Ebene für praxistaugliche Lösung ein

Teil des Vereinfachungspakets ist eine Änderung im EU-Recht, durch die bereits genehmigte Grundstoffe künftig sowohl als Grundstoff als auch nach späterer Genehmigung als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet werden können. Der Vorschlag geht auf eine deutsche Initiative zurück. Dank der Änderung erhalten Winzerinnen und Winzer die Möglichkeit, handelsübliches Natriumhydrogencarbonat – Hauptbestandteil von Backpulver – wieder als günstiges und umweltfreundliches Mittel gegen die Pilzkrankheit „Echter Mehltau“ zu nutzen. Das ist nach aktuellem EU-Recht nicht möglich, da Natriumhydrogencarbonat in Deutschland derzeit in einem Pflanzenschutzmittel genehmigt ist und deshalb nicht gleichzeitig als einfacher Grundstoff verwendet werden kann. Winzerinnen und Winzer müssen zurzeit auf das teurere kommerzielle Pflanzenschutzmittel ausweichen.

Dazu der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer: „Ich freue mich, dass die Kommission unserer Initiative gefolgt ist und den Weg frei macht für einen praxisnahen Einsatz einfacher Grundstoffe im Weinbau. Wenn EU-Regelungen dazu führen, dass unseren Winzerinnen und Winzern ein völlig unbedenkliches und günstiges Mittel wie Backpulver zum Schutz ihrer Reben verwehrt wird, dann versteht das zu Recht kein Mensch mehr. Unsere Weinbauern stehen massiv unter Druck – sie brauchen Unterstützung und keine Regularien, die schlichtweg keinen Sinn ergeben.“

Das Paket der EU-Kommission sieht darüber hinaus umfangreiche weitere Änderungen vor. Details zum vorgestellten Paket sowie einen Überblick über die geplanten Änderungen finden Sie auf der Webseite der EU-Kommission<https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_25_3081>.

Quelle:bmleh.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.