Berlin:

Torffrei gärtnern, Klima schützen: BMLEH fördert Alternativen zu torfhaltiger Blumenerde im Hobbygartenbau mit 750.000 Euro

Obwohl sie nur drei Prozent der Landfläche ausmachen, binden Moore weltweit mehr Kohlenstoff als sämtliche Wälder der Erde zusammen. Werden Moore zum Torfabbau entwässert, wird dieser Kohlenstoff in Form von klimaschädlichem CO2 freigesetzt und gelangt in die Atmosphäre. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) setzt sich daher mit seiner Torfminderungsstrategie dafür ein, dass Blumenerden im Hobbygartenbau in absehbarer Zeit vollständig torffrei werden. Um Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern beim Umstieg auf torffreie Alternativen zu unterstützen, fördert das BMLEH ein Verbundprojekt mit rund 750.000 Euro. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat heute den Förderbescheid an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Straubing an die Projektpartner übergeben.

Anlässlich der Bescheidübergabe sagt Bundesminister Rainer: „Klimaschutz funktioniert immer da am besten, wo es praxisnahe Lösungen gibt, die im Alltag weiterhelfen. Das gilt auch für ein Hobby, das viele Menschen in unserem Land mit großer Hingabe in ihrer Freizeit betreiben: Gärtnern. Mit unserer Förderung unterstützen wir ein zukunftsweisendes Projekt, das den Torfeinsatz im Hobbygartenbau weiter reduziert und damit aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Jeder Sack torffreier Blumenerde hilft dabei, CO2-Emissionen zu senken.“

Im Rahmen des Förderprojekts „Hobby-Gartenbau mit torfreduzierten und torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Rohstoffe“ entwickeln die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, die Fachhochschule Erfurt und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf praxisnahe Konzepte, die Hobbygärtner beim erfolgreichen Einsatz alternativer Substrate direkt unterstützen. Das Projekt, das auf den Erkenntnissen eines erfolgreichen Vorgängerprojekts aufbaut, wird über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom 1. Januar 2026 bis zum 30. September 2027 umgesetzt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der FNR<https://torfersatz.fnr.de/forschung-foerderung/projektuebersicht/projekte/hot2>.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.