Berlin:

„Nie wieder darf Gleichgültigkeit siegen“ – Bildungsministerin Karin Prien erinnert in Amsterdam an die Reichspogromnacht

Ministerin betont die Bedeutung lebendiger Erinnerungskultur und die Verantwortung Europas, sich dem Antisemitismus entschieden entgegenzustellen.

Anlässlich des 87. Jahrestags der Reichspogromnacht hat Bildungsministerin Karin Prien an einer Gedenkveranstaltung der jüdischen Gemeinde in Amsterdam teilgenommen. In der traditionsreichen Portugiesischen Synagoge sprach sie vor mehr als 700 Teilnehmenden über die Bedeutung der Erinnerung für die Gegenwart – und über die Notwendigkeit, Antisemitismus in all seinen Formen entschieden entgegenzutreten.
Zuvor besuchte Prien das Anne-Frank-Haus und zeigte sich tief beeindruckt von der Ausstellung und der Bildungsarbeit vor Ort.
Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien: „Anne Frank ist für mich – wie für viele Menschen weltweit – ein Symbol für die Verfolgung und Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden, aber zugleich auch für Mut und Lebensfreude. Die Bildungsarbeit des Anne-Frank-Hauses ist ein wichtiges Vorbild auch für die Antisemitismusprävention in Deutschland.“
Im Anschluss traf die Ministerin Vertreterinnen und Vertreter von MACCABI Europa und MACCABI Niederlande. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Herausforderungen durch Antisemitismus im Sport sowie die Folgen des Terrorangriffs der Hamas vom 7. Oktober 2023 für jüdische Sportvereine in Europa. Angesprochen wurden auch die antisemitischen Ausschreitungen beim Europa-League-Spiel zwischen Ajax Amsterdam und MACCABI Tel Aviv. Prien betonte, wie wichtig es sei, jüdisches Leben im Sport sichtbar zu machen und aktiv gegen Diskriminierung einzutreten.
In ihrer Rede bei der Gedenkveranstaltung der Central Joods Overleg (CJO) erinnerte Prien an die Schrecken der Schoah, deren Beginn die Pogromnacht markierte.
Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien: „Als deutsche Ministerin mit jüdischen Wurzeln, deren Großeltern in die Niederlande geflohen waren und mit einer Familiengeschichte, die geprägt ist von der nationalsozialistischen Verfolgung und Ermordung europäischer Jüdinnen und Juden, ist es für mich eine besondere Ehre, an diesem Ort sprechen zu dürfen. Die Reichspogromnacht markierte den tragischen Wendepunkt: den Übergang von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zur offenen Verfolgung und schließlich zur systematischen Ermordung. Dieses Gedenken erinnert uns daran, wie schnell Worte zu Taten werden können und wie zerbrechlich Menschlichkeit ist, wenn Hass Raum gewinnt. Auch heute erleben wir – gerade seit dem furchtbaren Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 – wieder einen alarmierenden Anstieg antisemitischer Vorfälle, von Ausgrenzung bis hin zu offener Gewalt. Das erfüllt mich mit tiefer Sorge. Die Erinnerung an die Pogromnacht ist deshalb mehr als ein Rückblick – sie ist ein Auftrag. Sie mahnt uns, wachsam zu bleiben, Haltung zu zeigen und uns mit aller Kraft gegen Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit zu stellen. Nur so können wir sicherstellen, dass sich die Schrecken der Vergangenheit niemals wiederholen. Überall in Europa gibt es Menschen, die nicht wegsehen – die sich in Schulen, im Sport, in den sozialen Netzwerken und im Berufsleben gegen Antisemitismus engagieren. Sie machen mir Mut.“
Mit ihrem Besuch in Amsterdam setzte Karin Prien ein deutliches Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Solidarität über Grenzen hinweg.
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markierte den Beginn der systematischen Verfolgung jüdischer Menschen im nationalsozialistischen Deutschland und in Europa. Zerschlagene Schaufensterscheiben, brennende Synagogen und Gewalt auf offener Straße zwangen viele zur Flucht. Mit dem deutschen Überfall auf die Niederlande am 10. Mai 1940 begann die Besatzung – und damit eine neue Phase der Verfolgung jüdischen Lebens auch in Amsterdam.

Quelle:bmbfsfj.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.