München:

Bayerns Jagdminister erleichtert Bejagung invasiver Gänsearten

Aiwanger: „Wir müssen heimische Wasservögel vor Verdrängung schützen und Schäden durch Nil- und Rostgänse reduzieren“

Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, die erweiterte Bejagungsmöglichkeiten für Nil- und Rostgänse vorsieht. Sie tritt am kommenden Montag, 1. September, in Kraft. Die Rostgans wird in Bayern zum ersten Mal in das Jagdrecht aufgenommen und erhält eine Jagdzeit von 1. September bis 28. Februar, Jungtiere dürfen ganzjährig bejagt werden. Die Nilgans darf künftig ganzjährig bejagt werden, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Aiwanger zeigt sich zufrieden: „Mit der neuen Verordnung schaffen wir die dringend nötige Grundlage für eine gezielte Bejagung. Vielerorts nehmen die Probleme mit beiden Gänsearten zu. Ab sofort kann die Jägerschaft vor Ort besser reagieren und vor allem auch die betroffenen Landwirte besser unterstützen, die mit den Schäden konfrontiert sind.“ Nil- und Rostgänse breiten sich in Bayern zunehmend aus. Sie verursachen mit anderen Wildgansarten teils erhebliche Schäden in der Landwirtschaft. Auch an Badestränden sind sie wegen ihrer Hinterlassenschaften wenig beliebt.   Die Nilgans ist eine invasive gebietsfremde Art, die in Bayern erst seit 1996 vorkommt und mittlerweile flächendeckend anzutreffen ist. Sie verdrängt aufgrund ihres aggressiven Auftretens heimische Vogelarten und gefährdet so die Biodiversität. Deutschland ist nach europäischem Recht verpflichtet, die weitere Ausbreitung solch invasiver Arten, die wie die Nilgans bereits Fuß gefasst haben, zumindest einzudämmen. Die Zahl der erlegten Nilgänse hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als vervierfacht. Während im Jagdjahr 2015/16 in Bayern noch 954 Nilgänse erlegt wurden, betrug die Streckenzahl im Jagdjahr 2023/24 bereits 4.611. Dieser sprunghafte Anstieg zeige die Dynamik, betont Aiwanger: „Die Zahlen machen ganz deutlich, wie stark sich die Nilgans vermehrt. Eine verstärkte Bejagung ist daher ein notwendiger Baustein, um diese Art in den Griff zu bekommen – auch in Kombination mit genehmigten Gelegebehandlungen zur Brutzeit zur Begrenzung des Bestandswachstums.“   Die Rostgans breitet sich im Freistaat ebenfalls stark aus und verursacht zunehmend Konflikte. Bei den in Bayern vorkommenden Tieren handelt es sich um eine gebietsfremde Population, die auf entflohene Zuchttiere zurückgeht. Bayern geht mit der Aufnahme der Art ins Jagdrecht keinen Einzelweg. In Baden-Württemberg etwa ist die Bejagung dieser Vögel seit Jahren gelebte Praxis. Die Jagdzeit vom 1. September bis 28. Februar für adulte, also erwachsene Rostgänse in Bayern soll die mit der Art einhergehenden Konflikte eindämmen. Aiwanger: „Wir bekommen aus der Landwirtschaft und von Vogelfreunden zunehmend Hilferufe, die invasiven Gänsearten konsequenter zu reduzieren. Ich bitte die Jägerschaft, diese Herausforderung anzunehmen und Nil- und Rostgans stärker zu bejagen. Die gesetzlichen Grundlagen wurden jetzt geschaffen. Die Tierwelt verändert sich ständig und wir müssen auf neue Herausforderungen schnell reagieren. Selbiges gilt beispielsweise für Waschbär, Marderhund, Mink und Nutria.“    Die jagdrechtliche Verordnung vom 12. August 2025 ist in Ausgabe Nr. 16 im Gesetz- und Verordnungsblatt seit 29. August veröffentlicht und kann hier eingesehen werden.

Quelle: bmwi.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.