München:

Krebs früher und zuverlässiger erkennen – Wissenschaftsminister Blume und Gesundheitsministerin Gerlach zum Abschluss des BORN-Projekts

Zwei Millionen Euro für Entwicklung neuer Verfahren zu frühzeitiger Diagnose und personalisierter Behandlung bei Krebs – Kooperation aller sechs bayerischen Universitätsklinika

Mit dem Bayernweiten-Onkologischen-Radiologie-Netzwerk (BORN) gesteuert vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZFK) kann Krebs früher und zuverlässiger als bisher erkannt werden. Darauf haben Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume und Gesundheitsministerin Judith Gerlach heute in München hingewiesen. Das Projekt wurde mit Mitteln des Wissenschafts- und Gesundheitsministeriums in Höhe von rund zwei Millionen Euro finanziert.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sagte: „Daten sind Rohstoff der Zukunft – in der Onkologie können sie Leben retten. Mit BORN haben wir eine weltweit einmalige Datengrundlage für Diagnose, Behandlung und Therapie von Krebserkrankungen geschaffen. Krebs kann aufgrund der breiten Datenbasis früher erkannt werden. Die Auswertung der Daten erfolgt KI-gestützt und extrem präzise. Das zeigt: Hightech hilft! Das BORN Projekt ist ein Gamechanger im Kampf gegen Krebs.“

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte: „Daten sind für die medizinische Forschung und Versorgung von enormer Bedeutung. Dies gilt gerade auch im Kampf gegen den Krebs. Sie helfen bei der Diagnose und sind Voraussetzung für personalisierte Medizin. Das mittlerweile abgeschlossene BORN-Projekt setzt hier an. Mit BORN wurde ein standardisiertes Verfahren für radiologische Untersuchungen entwickelt. Damit können biologische Merkmale, sogenannte Biomarker, besser analysiert werden. Beispielsweise können anhand der Durchblutung eines Tumors Änderungen wahrgenommen werden, noch bevor dieser weiterwächst. Dadurch, dass die standardisierten Daten zudem maschinenlesbar sind, können wir auch KI nutzen, um die mit BORN gewonnenen Daten noch besser und schneller zu verstehen.“

Wissenschaftsminister Markus Blume unterstrich: „Der Kampf gegen den Krebs ist eine Gemeinschaftsaufgabe – und Forschung ist dabei das wirksamste Mittel: Bei BORN konnten alle unsere sechs Uniklinika ihre Exzellenz bündeln und zusammen mit der Brainlab AG und ihrer Tochtergesellschaft Mint Medical GmbH völlig neue Verfahren zu frühzeitiger Diagnose und personalisierter Behandlung entwickeln. Das unterstreicht: Bayern ist herausragender Forschungsstandort und erste Adresse für Spitzenmedizin. Kooperation und Innovation sind die entscheidenden Mittel gegen Krebs, eine der Geiseln der Menschheit.“

Bei BORN kooperierten die sechs bayerischen Universitätsklinika, die im BZKF zusammengeschlossen sind, und die Brainlab AG mit deren Tochtergesellschaft Mint Medical GmbH. Die zusammen erarbeiteten Verfahren werden bereits in den sechs bayerischen Uniklinika genutzt. Die gewonnenen Daten sind auch für die Herstellung von Medizin- und Pharmazieprodukten hilfreich.

Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF, bekräftigte: „Mit dem Abschluss des BORN-Projekts setzen wir einen wichtigen Schritt zur Standardisierung und Verbesserung der Bildgebung bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Tumorerkrankungen. Dies ermöglicht die Erstellung einheitlicher Befunde, was die Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten in Bayern nachhaltig verbessert. Wir freuen uns, dieses bedeutende Forschungsprojekt dank der Unterstützung des Freistaats Bayern umgesetzt zu haben.“

Die Gesundheitsministerin erklärte: „Krebs ist in Bayern die zweithäufigste Todesursache. Viele Krebsarten sind heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Deswegen sind Vor-sorge und personalisierte Medizin in diesem Bereich so wichtig, um eine Krebserkrankung möglichst frühzeitig zu diagnostizieren und mit immer besseren Behandlungsmöglichkeiten therapieren zu können.“

Quelle: stmwk.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

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