München:

Glauber: EU-Wiederherstellungsverordnung muss überarbeitet werden Bund als zuverlässiger Partner im Naturschutz erforderlich

Das Bayerische Umweltministerium spricht sich für grundlegende Nachbesserungen bei der EU-Wiederherstellungsverordnung insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung aus. Ein entsprechender Antrag wird auf der aktuellen Umweltministerkonferenz (UMK) behandelt. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München: „Die EU hat mit der Wiederherstellungsverordnung ein Bürokratiemonster geschaffen. Die Verordnung spaltet Naturschutz und Landwirtschaft, statt deren Ziele zu vereinen. Wir brauchen weniger statt mehr Überwachungs-, Dokumentations- und Berichtspflichten. Der Zeitrahmen für die Erreichung der Ziele ist unrealistisch und die Finanzierung völlig ungeklärt. Die Verordnung sollte grundlegend überarbeitet und gestoppt werden, bis die offenen Fragen insbesondere zur Finanzierung geklärt sind. Jetzt ist der Bund gefordert, sich bei der EU für eine Verringerung der bürokratischen Verpflichtungen und eine substanzielle Mitfinanzierung bei Personal und Umsetzung einzusetzen.“ Gemäß der EU-Wiederherstellungsverordnung müssen die Mitgliedstaaten unter anderem strenge Überwachungs- und Berichtspflichten erfüllen. Die Umweltministerkonferenz findet unter dem Vorsitz des Saarlands vom 14. bis 16. Mai in Orscholz statt.   Gleichzeitig wirbt das Umweltministerium beim Bund weiterhin dafür, den kooperativen Naturschutz wieder zu stärken. Glauber: „Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Artenvielfalt ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe. Dabei setzen wir auf den bayerischen kooperativen Weg. Die Naturschutzverbände und die Landwirtschaft sind starke Partner für den Naturschutz in Bayern. Aber wir brauchen auch wieder den Bund als zuverlässigen Partner. Die in der zurückliegenden Legislaturperiode vorgenommenen Kürzungen beim kooperativen Naturschutz müssen zurückgenommen werden. Die Kürzungen des Bundes haben die zentralen Naturschutzförderprogramme in Bayern massiv getroffen, die mit Bundesmitteln kofinanziert werden.“ Die Kürzungen des Bundes bei der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) haben dazu geführt, dass in Bayern seit 2024 jährlich Bundesmittel von rund sechs Millionen Euro für Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes und der Landschaftspflege fehlen und damit bis jetzt insgesamt ein zweistelliger Millionenbetrag.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.