Berlin:

Gesundheitlicher Verbraucherschutz im Mittelpunkt
Bundesminister Özdemir besucht Bundesinstitut für Risikobewertung

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, hat heute das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Standort in Berlin-Alt Marienfelde besucht, um sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Lebensmittelsicherheit und gesundheitlichen Verbraucherschutz zu informieren. Im Mittelpunkt des Besuchs standen aktuelle Themen wie die Maul-und Klauenseuche, aber auch neueste Entwicklungen in der Methodik der Risikobewertung von Lebensmitteln und Futtermitteln, der Tiergesundheit sowie der Chemikaliensicherheit.

Bundesminister Özdemir betonte die Bedeutung der unabhängigen Risikobewertung für eine nachhaltige Landwirtschafts- und Ernährungspolitik: „Wissenschaftlich fundierte Risikobewertungen, sie sind die Grundlage für faktenbasierte politische Entscheidungen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung leistet hierzu einen großen Beitrag. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Politik ist essenziell, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Mit seiner Arbeit trägt das Institut maßgeblich dazu bei, dass Lebensmittel, Stoffe und Produkte in Deutschland und Europa sicherer sind. Das ist gelebter Verbraucherschutz. Hier steht der Schutz der Gesundheit des Menschen im Mittelpunkt.“

BfR-Präsident Professor Hensel erklärte dazu: „Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse transparent und verständlich zu vermitteln, damit Verbraucherinnen und Verbraucher, Politik und weitere Stakeholder fundierte Entscheidungen treffen können. Das BfR bewertet, forscht und kommuniziert seine wissenschaftlichen Ergebnisse zum gesundheitlichen Verbraucherschutz unabhängig. Von Aromastoffen bis zur Zahnpflege – wir machen den Alltag sicherer.“

Während des Besuchs informierte sich der Minister über aktuelle Forschungsprojekte des BfR, darunter innovative Methoden zur Bewertung von Rückständen in Lebensmitteln sowie Maßnahmen zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen. Ein weiteres wichtiges Thema war die Kommunikation wissenschaftlicher Bewertungen an die Öffentlichkeit, um Falschinformationen entgegenzuwirken und das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken.

Im Zuge der Neuorganisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes nach der BSE-Krise wurden im Jahr 2002 das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gegründet. Ziel dieser Reform war es, die Funktionen der Risikobewertung und des Risikomanagements organisatorisch klar zu trennen, um die Lebensmittelsicherheit und den Verbraucherschutz zu stärken und Vertrauen in staatliches Handeln in diesen Bereichen zurückzugewinnen.

Die Europäische Union hat mit ihrem Binnenmarkt und einem harmonisierten Rechtsrahmen die Voraussetzungen geschaffen, um Ressourcen effizient zu nutzen. Die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) will in diesem Zusammenhang verstärkt auf europäische Partnerschaften setzen. Das BfR genießt international hohes Ansehen und wird deshalb auch weiterhin – sowohl bei den Schwesterbehörden der Mitgliedstaaten als auch bei der EFSA in einem europäischen Rahmen als starker Partner eine entscheidende Rolle spielen.

Hintergrund:
Aufgaben des BfR (Auszug):
• Wissenschaftliche Risikobewertung: Untersuchung und Beurteilung gesundheitlicher Risiken von u.a. Lebensmitteln, Chemikalien und Verbraucherprodukten.
• Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen
• Erstellung fundierter wissenschaftsbasierter Gutachten und Empfehlungen für BMEL und BMUV als Grundlage für politische Entscheidungen.
• Gesetzlicher Auftrag zur Risikokommunikation: Unabhängige Information der Öffentlichkeit
• Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) ist Bestandteil des BfR
Daten und Zahlen:
• Gegründet 2002 als wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des BMEL.
• Präsident seit Gründung Prof. Andreas Hensel, Vizepräsident Dr. Tewes Tralau (seit 01.03.2025).
• Aktuell sind am BfR rund 1238 Mitarbeitende beschäftigt.
• Es gibt acht Fachabteilungen für wissenschaftliche Risikobewertung und -kommunikation, darunter Lebensmittelsicherheit, Chemikaliensicherheit, sowie Sicherheit von Pestiziden.
• Das BfR betreibt 15 Nationale Referenzlaboratorien (NRL)
• Die Mitarbeitenden erstellen über 1.500 wissenschaftliche Stellungnahmen und Gutachten pro Jahr.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.