Berlin:

Nachruf auf Prof. Dr. Folkhard Isermeyer
Özdemir würdigt langjährigen Präsidenten des Thünen-Instituts

Gestern verstarb Prof. Dr. Folkhard Isermeyer im Alter von 67 Jahren. Seit 2009 war er Präsident des Bundesforschungsinstituts für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen-Institut).

Bundesminister Özdemir würdigt das Leben und Wirken von Folkhard Isermeyer: „Mit tiefem Bedauern habe ich vom Tod von Prof. Dr. Folkhard Isermeyer erfahren. Sein Lebenswerk hat die deutsche Agrar- und Ernährungsforschung entscheidend mitgeprägt. Ich selbst durfte mehrfach erleben, dass sein unermüdlicher Einsatz für eine zukunftsfähige Landwirtschaft geprägt war von einer tiefen Überzeugung: Wissenschaft und Praxis müssen Hand in Hand arbeiten, um die großen Fragen unserer Zeit zu lösen. Sein Name steht für Integrität, Weitsicht und eine große Leidenschaft für die Agrarforschung. Er wird fehlen – in der Forschung, in der Praxis und mir ganz persönlich.

Unter der Leitung von Professor Isermeyer hat sich das Thünen-Institut zu einem modernen Forschungszentrum mit 15 Fachinstituten entwickelt, das sozioökonomische, naturwissenschaftliche und technologische Ansätze verknüpft. Er förderte die interdisziplinäre Zusammenarbeit und schuf damit Synergien, die unsere Forschung auf ein neues Niveau brachten. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement in zahlreichen Beratungsgremien wie dem Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik und dem Bioökonomierat der Bundesregierung – und nicht zuletzt der Borchert-Kommission. Herr Isermeyer verstand es immer, wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Politikempfehlungen zu übersetzen und so den gesellschaftlichen Diskurs aktiv mitzugestalten.

Neben seinen fachlichen Leistungen war Prof. Isermeyer ein Mensch von großer Herzlichkeit und Bescheidenheit. Er förderte junge Talente, inspirierte Kollegen und war ein geschätzter Gesprächspartner in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Weggefährten.“

Prof. Dr. Birgit Kleinschmit folgt auf Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, der nach 16 Jahren an der Spitze des Thünen-Instituts Ende Januar 2025 in den Ruhestand gehen wollte. Sie wird die Leitung des Bundesforschungsinstituts für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen-Institut) zum 1. Februar 2025 übernehmen.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.