Berlin:

Nachhaltige Fischerei stärken: Haushaltsausschuss gibt Mittel für Flottenkapazitätsanpassung frei
Parlamentarische Staatssekretärin Müller: „Zukunft für unsere Fischerfamilien sichern“

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch den Weg für einen wichtigen Baustein für zukunftsfeste deutsche Kutter- und Küstenfischerei freigemacht: Mit der Freigabe von 20 Millionen Euro aus Mitteln des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) wird eine gezielte Kapazitätsanpassung der deutschen Fischereiflotte ermöglicht. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat sich mit Nachdruck für diese Maßnahme eingesetzt – um die Fischerei mit einer modernen, an die Fangmöglichkeiten angepassten Flotte in Nord- und Ostsee zukunftsfähig und umweltverträglich zu gestalten. Mit dem heutigen Beschluss wird auch eine langjährige Forderung der Fischerei umgesetzt.

Claudia Müller, Parlamentarische Staatssekretärin beim BMEL, erklärt: „Das grüne Licht des Haushaltsausschusses ist ein klares Signal: Wir stehen gemeinsam an der Seite unserer Fischerinnen und Fischer. Damit wird auch eine zentrale Empfehlung der Zukunftskommission Fischerei umgesetzt. Die Umstellung auf eine nachhaltigere und resiliente Fischerei ist eine Herausforderung, aber auch eine enorme Chance. Unser Ziel ist es, Schützen und Nutzen unserer Meere besser in Einklang zu bringen – zum Wohle der Natur und der Menschen. Die Kapazitätsanpassung der Flotte sichert die wirtschaftliche Zukunft der Fischereibetriebe und der Fischerfamilien an unseren Küsten. Denn manchmal ist weniger eben mehr.“

Hintergrund:
Die Kutter- und Küstenfischerei in Deutschland sieht sich seit Jahren massiven Herausforderungen gegenüber. Sinkende Fangmöglichkeiten, sich verändernde Ökosysteme und die Konkurrenz um Flächen durch den Ausbau der Offshore-Windenergie und die zunehmenden Fischereibeschränkungen in Schutzgebieten belasten die Branche. Um die Akzeptanz für den Windkraftausbau zu fördern und gleichzeitig die Fischerei nachhaltiger zu gestalten, wurde im Rahmen des WindSeeG eine finanziell unterlegte Fischereikomponente verankert. Das umfassende Konzept zur Verwendung der Mittel aus dem WindSeeG wurde vom BMEL im Juni 2024 vorgelegt. Es umfasst neben der Kapazitätsanpassung auch weitere zentrale Maßnahmen, um die Branche bei der Transformation zu unterstützen. Ziel bleibt, Nutzen und Schützen der Meere in Einklang zu bringen – für eine nachhaltige Zukunft der Fischerei.

Die nun freigegebenen Mittel werden für eine freiwillige Rückführung von Fischereikapazitäten eingesetzt, um eine zukunftsfähige Flottengröße zu erreichen. Ziel ist es, sowohl die Belastung der Meeresökosysteme zu reduzieren als auch den wirtschaftlichen Druck auf die verbleibenden Betriebe zu verringern. Die Maßnahme wird branchenweit als zentraler Schritt hin zu einer zukunftsfähigen und umweltverträglichen Fischerei angesehen. Das BMEL hat sich deshalb dafür stark gemacht, Mittel für diese dringend notwendige Maßnahme für eine umfassende Transformation der deutschen Fischerei zu erhalten.

Mit der Erstellung der Förderrichtlinie sowie deren Notifizierung bei der Europäischen Kommission wird BMEL nun die Vorbereitungen für die Durchführung dieser Maßnahme treffen. Nach Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2025 können die Richtlinie veröffentlicht und Anträge gestellt werden.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.