Augsburg:

Gravierende Vorwürfe im Zusammenhang mit der
JVA Augsburg-Gablingen

Bayerns Justizminister Georg
Eisenreich informiert
über den Stand der Aufklärung Staatsminister


Eisenreich: „Die im Raum stehenden Vorwürfe im Zusammenhang
mit der JVA Augsburg-Gablingen sind gravierend. Wenn in einem Rechtsstaat
der Vorwurf von Übergriffen und Misshandlungen im Raum steht, erschüttert
dies das Vertrauen der Menschen in die rechtsstaatlichen Institutionen.
Deswegen habe ich bereits vergangenes Wochenende angekündigt, dass
die Vorwürfe im Zusammenhang mit der JVA Augsburg-Gablingen rückhaltlos
aufgeklärt werden müssen. Die Menschenwürde ist unantastbar.
Gewalttätige Übergriffe auf Gefangene und die rechtswidrige Unterbringung
in einem besonders gesicherten Haftraum darf es in einem Rechtsstaat nicht
geben. Wenn Straftaten im Amt begangen wurden, werden diese mit aller Konsequenz
strafrechtlich verfolgt und mit aller Konsequenz dienstrechtlich belangt.“
„Wir haben in Bayern über 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Justizvollzugsdienst. Die überwältigende Mehrheit leistet
täglich vorbildliche Arbeit und ist über jeden Verdacht erhaben.
Gerade im Strafvollzug leisten sie unter schwierigsten Bedingungen jeden
Tag elementar Wichtiges für die Sicherheit in unserem Land. Der im
Raum stehende Verdacht gegen die derzeit Beschuldigten schadet der überwältigenden
Mehrheit derer, die im Justizvollzug im Einklang mit dem geltenden Recht
tätig sind. Auch deshalb muss rückhaltlos aufgeklärt werden“,
so Eisenreich. Nach den Ermittlungsmaßnahmen
der Staatsanwaltschaft Augsburg in der JVA Augsburg-Gablingen am vergangenen
Donnerstag wurden folgende Maßnahmen ergriffen:
Staatsminister Eisenreich hat eine abteilungsübergreifende Task
Force im Justizministerium eingesetzt, die derzeit die interne Aufarbeitung
im Ministerium und der JVA Augsburg-Gablingen mit Hochdruck voranbringt.
Es wurde ein Betretungsverbot für alle Beschuldigten
und ein vorläufiges Verbot der Führung der Dienstgeschäfte
ausgesprochen sowie ein Disziplinarverfahren bei der Generalstaatsanwaltschaft
München eingeleitet. Es wurde eine neue stellvertretende
Leiterin kommissarisch eingesetzt. Die Leiterin der
JVA Augsburg-Gablingen wurde mit heutiger Wirkung vorläufig vom Dienst
freigestellt, um die Aufklärung des Sachverhalts zu erleichtern. Die
Leiterin der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen ist derzeit weder
Beschuldigte eines Ermittlungsverfahrens noch wird gegen sie ein Disziplinarverfahren
geführt. Die Leitung der Anstalt obliegt nun der kommissarischen Stellvertreterin.
Die Berichtspflichten an das Ministerium wurden verschärft.
In der JVA Augsburg-Gablingen ist bis auf weiteres jede Unterbringung in
einem besonders gesicherten Haftraum ab dem ersten Tag der Anordnung berichtspflichtig.
Den Berichten ist die Anordnung der Unterbringung und eine ärztliche
Stellungnahme beizufügen. Das bestehende Tool
IT-Vollzug wurde schon diese Woche weiterentwickelt. Es wird nicht mehr
nur jede Unterbringung in einem bgH erfasst, sondern nun auch die Dauer.
Die Zahlen werden ab sofort monatlich im Ministerium gemonitort, zusätzlich
zu den ohnehin erforderlichen Berichten der Justizvollzugsanstalten.
Alle eingehenden Beschwerden, die Justizvollzugsanstalten
betreffen, werden künftig statistisch genau erfasst, damit ein noch
schnellerer Zugriff und ein leichterer Vergleich möglich sind.
Der Minister: „Die Aufklärung
der Vorwürfe läuft mit Hochdruck weiter. Eine endgültige
Bewertung kann erst nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen
erfolgen.“ Hinweis: Derzeit
laufen Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Augsburg. Bis zu
einem rechtskräftigen Abschluss der Verfahren gilt die Unschulds-vermutung.
Wir bitten um Verständnis, dass sich der Bayerische Staatsminister
der Justiz und das Bayerische Staatsministerium der Justiz nicht zu strafrechtlichen
Einzelfällen äußern. Dies ist – je nach Verfahrensstand
– Aufgabe der jeweiligen Staatsanwaltschaft bzw. des jeweiligen Gerichtes.
Ich darf Sie insoweit bitten, sich direkt an die zuständige Staatsanwaltschaft
Augsburg zu wenden

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.