Berlin – Brüssel:

EU-Agrarrat diskutiert Schlussfolgerungen zur GAP nach 2027
Özdemir: GAP muss zur Zukunftspartnerschaft zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft werden

Der Bundesinister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, und seine europäischen Amtskolleginnen und -kollegen haben am Dienstag bei ihrer Ratstagung in Luxemburg über Schlussfolgerungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 beraten. In den Verhandlungen konnte Deutschland eine Reihe von wichtigen Verbesserungen erreichen, insbesondere, dass die Schlussfolgerungen auch die finanzielle Honorierung der Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte für die Umwelt adressieren. Zudem konnte Deutschland in den abschließenden Verhandlungsrunden durchsetzen, dass der ökologische Landbau Eingang in die Schlussfolgerungen findet. Eine breite Mehrheit von 26 Mitgliedstaaten – darunter Deutschland – unterstützte die Ratsschlussfolgerungen, mit Ausnahme Rumäniens.

 

Dazu sagt Bundesminister Özdemir: „Die GAP muss zu einer Zukunftspartnerschaft zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft werden, ganz nach dem Prinzip öffentliches Geld für öffentliche Leistungen. Diese Richtschnur hat auch der Strategiedialog zur Zukunft der EU-Landwirtschaft ausgegeben. Mit den Schlussfolgerungen des Vorsitzes senden 26 Mitgliedstaaten ein starkes Signal für eine nachhaltige und zukunftsfest ausgerichtete europäischen Agrarpolitik. Es ist gut und richtig, dass wir uns dazu bekennen, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte mit gesellschaftlich gewünschten Leistungen für Artenvielfalt, Umwelt und Klima künftig noch besser gutes Geld verdienen können. Wir helfen damit den Höfen, nachhaltig und zukunftsfest zu wirtschaften. Ich begrüße auch, dass die ländliche Entwicklung, die Bedeutung des Generationswechsels und eine stärkere Rolle der Frauen als zentrale Elemente der GAP in den Schlussfolgerungen verankert sind.“

Die Beratungen zu den Schlussfolgerungen zur GAP nach 2027 wurden begleitet von Diskussionen um ein mögliche neue Struktur des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU (MFR), die aus Sicht der Bundesregierung losgelöst davon zu führen ist. Letztlich findet sich auch eine Formulierung dazu in den Schlussfolgerungen des Vorsitzes, die Deutschland im Sinne einer Kompromisslösung mitgetragen hat. Deutschland hat dabei in einer Protokollerklärung klargestellt, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Vorfestlegungen zum künftigen MFR getroffen werden.

Bundesminister Özdemir: „Die Landwirtinnen und Landwirte wissen, dass erst gesät und dann geerntet wird. Die Diskussion um die Struktur des Mehrjährigen Finanzrahmens wurde an der falschen Stelle geführt – es geht darum, was die GAP künftig leisten soll. Gleichwohl haben wir uns im Kompromissweg für die Schlussfolgerungen des Vorsitzes ausgesprochen, damit die langen und schwierigen Verhandlungen Früchte tragen – das war mir sehr wichtig.“

Im Vorfeld des Agrarrates hatte die Europäische Kommission zudem angekündigt, die Obergrenze für
De-minimis-Beihilfen im Agrar- und Fischereisektor von 20.000 Euro auf 42.000 Euro zu erhöhen – und damit mehr als zu verdoppeln. Damit reagiert die Kommission auch auf einen Vorstoß von Bundesminister Özdemir: Deutschland hatte beim Agrarrat im September gemeinsam mit Frankreich eine deutliche Anhebung der De-minimis-Obergrenze gefordert.

Dazu Bundesminister Özdemir: „Ich begrüße, dass die EU-Kommission unsere Forderung nach höheren De-minimis-Beihilfen aufgegriffen hat. So können die Mitgliedstaaten verstärkt Förderprogramme gezielt und flexibel auflegen. In Deutschland kann damit die Landwirtschaftliche Rentenbank attraktivere Förderkredite anbieten. Günstigere Zinsen sind dann beihilferechtlich in größerem Umfang möglich. Das erleichtert Investitionen der Höfe in eine nachhaltige und zukunftssichere Landwirtschaft.“

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.