München:

Bayerns Wirtschaftsminister startet Initiative zum Bürokratieabbau für Mittelstand und Handwerk

Aiwanger: „Um den Mittelstand zu entlasten, müssen wir alle landespolitischen Spielräume nutzen“ MÜNCHEN  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat eine Initiative zum Bürokratieabbau für Mittelstand und Handwerk auf Landesebene gestartet. Aiwanger: „Mittelstand und Handwerk in Bayern sind zur Bewältigung der großen Herausforderungen auf politische Unterstützung angewiesen. Wir müssen alle bayerischen Entlastungsspielräume zum Erhalt unseres mittelständischen Fundaments nutzen. Ich habe mich mit unseren Vorschlägen zum Bürokratieabbau an den Leiter der Bayerischen Staatskanzlei sowie die zuständigen Ressortminister gewandt und um Unterstützung der Anliegen des Mittelstandes gebeten. Ich bin zuversichtlich, dass es auf Basis der Vorschläge gelingen wird, den unternehmerischen Alltag in vielen Branchen etwas einfacher zu machen.“   Nach Angaben des Ministers ist der Abbau von überflüssiger Bürokratie ein zentrales Handlungsfeld der Mittelstandspolitik in Bayern, obwohl Belastungen überwiegend durch Vorgaben auf EU- und Bundesebene verursacht werden. Aiwanger: „Da unsere politischen Einflussmöglichkeiten hier begrenzt sind, müssen wir noch stärker als bisher die landespolitischen Möglichkeiten erschließen. Wir können und dürfen mit dem Bürokratieabbau nicht auf Bund und EU warten.“   Minister Aiwanger: „Über die ersten beiden Modernisierungsgesetze der Staatsregierung wurden bereits Schritte in die richtige Richtung auf den Weg gebracht. Jetzt muss es darum gehen, die wenigen Möglichkeiten in landespolitischer Verantwortung entschlossen zu nutzen. Wir haben in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche mit Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen geführt, die eine Reihe von landespolitischen Entlastungsmöglichkeiten aufgezeigt haben.“ Die Themen reichen von der Anpassung der Schwellenwerte bei der Umweltverträglichkeitsprüfung, mehr Handlungsspielraum der Straßenverkehrsbehörden für Dauererlaubnisse für Großraum und Schwertransporte, über weitere Vereinfachung und wirtschaftsfreundlichere Ausgestaltung im Wasserrecht für Bestandsbetriebe sowie von Anpassungen und Änderungen im Bergrecht und Jagdrecht mit Blick auf Vereinfachung und Digitalisierung.   „Im Alltag der Unternehmen können auch kleinteilige Vereinfachungen für spürbare Entlastung sorgen. Das zeigen Vorschläge zum Verzicht auf einen zusätzlichen Erste-Hilfe-Kurs für Mitarbeiter bei denen ein Anhängerführerschein ergänzend zu dem bestehenden Führerschein betriebsbedingt notwendig ist oder der Verzicht auf eine Baugenehmigungspflicht für Kundentoiletten, wenn sie ein Unternehmer freiwillig einbauen möchte“, erklärt der Staatsminister.   Von grundlegender Bedeutung ist der Notwendigkeit, Genehmigungsverfahren möglichst zu vereinfachen. Dazu gehören unter anderem Entlastungsmöglichkeiten, wie beispielsweise der Verzicht auf ein Planfeststellungserfordernis für eine Brückenersatzneubau im Bayerischen Straßen und Wegerecht, mit dem in Bayern die Erneuerung maroder Infrastruktur entsprechend den Regelungen auf Bundesebene beschleunigt werden könnte und gerade auch die Gemeinden von hohen Planungskosten befreit würden.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.