Berlin:

Hochlauf der Wasserstofferzeugung: Erleichterte Genehmigung von
Elektrolyseuren

Das Bundeskabinett hat heute die Änderungsverordnung zur Anpassung der
Vierten Bundesimmissionsschutzverordnung (4. BImSchV) beschlossen. Damit
schafft die Bundesregierung die Voraussetzung für schnelle und einfachere
Genehmigungen von Elektrolyseuren für die Wasserstofferzeugung, ohne dabei
das Schutzniveau für die Umwelt zu beeinträchtigen. Am 4. August 2024
wird die Änderung der europäischen Richtlinie über Industrieemissionen
(IED) in Kraft treten. Mit der angepassten Verordnung geht das BMUV voran
und hat bereits jetzt den europarechtlichen Spielraum genutzt, um den
Hochlauf der Wasserstofferzeugung zu beschleunigen.

Dr. Jan-Niclas Gesenhues, Parlamentarischer Staatssekretär: „Wir
erleichtern mit dem heutigen Beschluss die Genehmigung von Elektrolyseuren
zur Wasserstofferzeugung und passen damit bereits vor Inkrafttreten der
europäischen Richtlinie unser Regelwerk für die Wasserstoffbeschleunigung
zum frühsten Zeitpunkt an. Damit verkürzen wir für Unternehmen die
Genehmigungsverfahren und reduzieren den bürokratischen Aufwand erheblich.
Dies ist ein wichtiger Beitrag für den weiteren Ausbau der
Wasserstoffinfrastruktur und zur Transformation der Wirtschaft.“

Die europäische Richtlinie über Industrieemissionen (IED) reguliert in
Deutschland bereits heute über 13.000 Anlagen. Die Novelle legt u.a. einen
Schwerpunkt auf die Transformation hin zu einer klimaneutralen, sauberen
und kreislaufbasierten Industrie. Dazu gehört auch, dass künftig die
Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse erst ab 50 Tonnen
Wasserstofferzeugungskapazität pro Tag einem europarechtlich vorgegebene
Genehmigungsverfahren zu unterziehen ist. Bisher war die europarechtliche
Genehmigung für alle Elektrolyseure im industriellen Maßstab
erforderlich.

Damit diese Erleichterung in Deutschland direkt zum Tragen kommt, wurde
heute die „Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung über
genehmigungsbedürftige Anlagen“ beschlossen, um die nationale
Gesetzgebung entsprechend anzupassen. Für Elektrolyseure mit einer
elektrischen Nennleistung von weniger als 5 Megawatt soll die
immissionsschutzrechtliche Genehmigungspflicht entfallen. Elektrolyseure
mit einer Produktionskapazität von unter 50 Tonnen Wasserstoff pro Tag und
somit einem geringen Beeinträchtigungspotenzial für Mensch und Umwelt
können in einem vereinfachten Verfahren genehmigt werden.

Mit der Änderungsverordnung ebnet das Bundesumweltministerium den Weg für
die Beschleunigung des Hochlaufs der Wasserstoffinfrastruktur und stellt
damit einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz, den Immissionsschutz
und die Transformation der Wirtschaft dar. Die Änderungsverordnung steht
im engen Zusammenhang mit dem kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten
Entwurf eines Wasserstoffbeschleunigungsgesetzes und der Umsetzung der
Nationalen Wasserstoffstrategie. Sie bedarf noch der Zustimmung des
Bundesrates.

Quelle:bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.