Berlin:

Bundeskabinett beschließt Transformationsbericht „Schadstofffreie Umwelt“
Bericht unterstreicht Bedeutung der Schadstoffreduktion zum Schutz von Mensch und Umwelt

Das Bundeskabinett hat heute den in gemeinsamer Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) erarbeiteten Transformationsbericht „Schadstofffreie Umwelt“ verabschiedet. Der Bericht listet Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz von Mensch und Umwelt und für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaftsweise auf, die darauf abzielen, der Verschmutzungskrise entgegenzuwirken. Um die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu erreichen, ist es wesentlich, dass weniger Schadstoffe in Luft, Boden und Gewässer gelangen.

Der Transformationsbericht ist Teil der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) 2024 und wurde unter Beteiligung mehrerer Bundesministerien erstellt. Er behandelt den Eintrag verschiedener Schadstoffe in die Umwelt und beschreibt, welche komplexen Wechselwirkungen sie verursachen. So können sich Schadstoffe aus unterschiedlichen Quellen in ihrer Wirkung oft gegenseitig verstärken und dadurch kumulative Schäden verursachen. Darüber hinaus können sich Schadstoffe neben der Verschmutzung selbst auch auf andere Umweltbelange auswirken. Ein Beispiel hierfür ist das Ozonloch: Stoffe, die die Ozonschicht schädigen, tragen auch mittelbar zur Erderhitzung bei und verschärfen damit die Klimakrise.

Für den umfassenden Schutz von menschlicher Gesundheit und Umwelt setzt die Bundesregierung auf einen vorsorgebezogenen Ansatz. Der Bericht unterstreicht dabei die Bedeutung von Maßnahmen auf nationaler, europäischer sowie internationaler Ebene.

So unterstützt Deutschland die Umsetzung des Global Framework on Chemicals, das im vergangenen Jahr auf der Weltchemikalienkonferenz in Bonn verabschiedet wurde. Das Globale Rahmenwerk für eine Welt ohne Schäden durch Chemikalien und Abfälle zielt darauf ab, den Umgang mit Chemikalien weltweit sicherer zu gestalten. Zudem soll künftig der Weltchemikalienrat als wissenschaftliches Gremium die Folgen der Verschmutzung durch Chemikalien und Abfälle bewerten und die Politik beraten.
Auf europäischer Ebene unterstützt Deutschland Initiativen und Programme wie den Europäischen Green Deal oder die Lebenszyklusbetrachtung von Chemikalien („safe and sustainable by design“). Zudem sollen Umweltaspekte im Humanarzneimittelrecht stärker berücksichtigt werden.

National wird die Bundesregierung unter anderen die Stärkung des Recyclings mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vorantreiben. Auch der Eintrag von Antibiotika in die Umwelt soll im Rahmen der Deutschen Antibiotikaresistenzstrategie reduziert werden. U.a. mit der Fortentwicklung der Nationalen Biodiversitätsstrategie wird das Montrealer Biodiversitätsabkommen umgesetzt und somit das darin enthaltene Handlungsziels „Verschmutzung“.

Hintergrund:
Der Transformationsbericht „Schadstofffreie Umwelt“ ist einer von sieben Berichten, die bis Ende 2024 in die Überarbeitung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einfließen. Er wurde unter Federführung des Bundesumweltministeriums (BMUV) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erstellt, mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Der Bericht zeigt, dass die Ursachen der Schadstoffbelastungen und die Maßnahmen zu deren Reduzierung oft miteinander verbunden sind. Diese Abhängigkeiten stellen eine Herausforderung dar, bieten aber auch Chancen für innovative Ansätze. Eine integrierte Betrachtung aller Umweltwirkungen und die frühzeitige Identifikation von Zielkonflikten sind entscheidend, um nachhaltige Lösungen zu finden und Synergien zu nutzen. Die Bundesregierung setzt sich daher für einen umfassenden Schutz von Umwelt und Gesundheit ein, um eine schadstofffreie und nachhaltige Zukunft zu ermöglichen.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.