Berlin:

Dialognetzwerk übergibt Empfehlungen zu Moorbewirtschaftung und Schutz der Biodiversität
Özdemir: „Landwirtschaft und Naturschutz nicht als Gegensätze begreifen“

Das „Dialognetzwerk zukunftsfähige Landwirtschaft“ hat dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, Empfehlungen zur Moorbewirtschaftung sowie zum praxistauglichen Schutz der Biodiversität in der Landwirtschaft übergeben. Das Netzwerk – bestehend aus Praktikerinnen und Praktikern aus Landwirtschaft und Naturschutz – stellt dabei heraus, wie der Schutz der Moore und der Artenvielfalt mit einer landwirtschaftlichen Nutzung sinnvoll zusammengebracht werden kann.

Bundesminister Özdemir sagt dazu: „Ich bin dem Dialognetzwerk sehr dankbar, dass es zwei hochaktuelle Themen diskutiert und dazu praxistaugliche Empfehlungen abgegeben hat. Wir kommen nur zu tragfähigen Lösungen, wenn wir Landwirtschaft und Naturschutz nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten einer Medaille begreifen. Die Arbeit des Dialognetzwerkes unterstreicht dabei auch: Zuerst setzen wir uns an einen Tisch und suchen gemeinsam Wege zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft – ganz praktisch und auf Augenhöhe – und dann entscheiden wir auf dieser Basis. So machen wir Politik.“

Hintergrund:
Die Mitglieder des Dialognetzwerkes zukunftsfähige Landwirtschaft haben seit November 2023 zwei Ergebnisdokumente mit Herausforderungen und Empfehlungen an die Politik erarbeitet. Schwerpunkte der Arbeit sind die Themengebiete „Moorbewirtschaftung“ und „Biodiversität – Mess- und Sichtbarkeit sowie Beispiele aus der Praxis“. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des 4. Netzwerktreffen am 25. Juni 2024 vorgestellt, diskutiert und an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) übergeben.

Moorbewirtschaftung: Das Dialognetzwerk weitet den Blick von einzelnen Aspekten der Moorbewirtschaftung auf die Gesamtheit der Prozesskette und damit der Wertschöpfungskette. Insofern können die vorgeschlagenen Empfehlungen als eine Art „Checkliste“ verwendet werden, um vor allem die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Vermarktung der Produkte zu schaffen. Die Empfehlungen finden Sie hier<https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/Dialognetzwerk/ergebnisdokument-moorbewirtschaftung.pdf?__blob=publicationFile&v=3>.

Biodiversität: Das Netzwerk beschreibt in den Empfehlungen die notwendige Balance zwischen den gleichwertigen Zielen der Ernährungssicherung, des Klimaschutzes, des Tierwohls und der Biodiversität. Aus dem Bereich der Praxisbeispiele lassen sich anschaulich Erkenntnisse gewinnen welche Maßnahmen die Betriebe unter den aktuellen Förderbedingungen schon umsetzten können, wo die Hürden liegen und wie diese überwunden werden können. Die Empfehlungen finden Sie hier<https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/Dialognetzwerk/ergebnisdokument-biodiversitaet.pdf?__blob=publicationFile&v=2>.

Dem „Dialognetzwerk zukunftsfähige Landwirtschaft“ gehören Praktikerinnen und Praktiker aus dem landwirtschaftlichen Bereich und dem Naturschutz an. Es bietet den Rahmen, um in verschiedenen Formaten wichtige Zukunftsfragen zu diskutieren. Das Dialognetzwerk setzt sich aus 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen. Die Mitwirkenden wurden anhand von Kriterien wie Standort, Betriebsform und Betriebsausrichtung aus über 350 Bewerbungen ausgewählt. Die Teilnahme ist ein persönliches Ehrenamt. Das Dialognetzwerk kommt auf Einladung des BMEL und in Kooperation mit dem BMUV regelmäßig zusammen, zuletzt am 24. und 25. Juni in Berlin.

Weitere Informationen zur Arbeit des Dialognetzwerkes zukunftsfähige Landwirtschaft finden Sie hier<https://www.bmel.de/DE/ministerium/organisation/dialognetzwerk/dialognetzwerk.html>.

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.