München:

Wirtschaftsminister besucht Rettenmeier Holding AG in Wilburgstetten

Aiwanger: „Die Nutzung von Holz ist praktizierter Umweltschutz“ Wirtschaftsminister Aiwanger tauscht sich mit Vertretern der Deutschen Säge- und Holzindustrie aus.

Die Forst-, Holz- und Papierwirtschaft zählt zu den Schlüsselbranchen in Bayern. Vor diesem Hintergrund tauschte sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit dem Präsidenten des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. bei der Rettenmeier Holding AG in Wilburgstetten im Landkreis Ansbach aus. Aiwanger machte klar: „Die Nutzung von Holz ist praktizierter Umweltschutz. Es wächst immer mehr Holz nach. Wir müssen deshalb mehr, nicht weniger Bäume ernten, damit unsere Wälder stabiler werden. Wenn zu wenig durchforstet wird, kann wegen Lichtmangel keine Naturverjüngung entstehen und die Bäume bekommen zu wenig Durchmesser auf ihre Höhe und knicken dann bei Sturm oder Schnee.

“ Aiwanger wehrt sich auch gegen immer mehr Vorschriften, welche die Waldbewirtschaftung erschweren und die Waldbesitzer belasten. Ein Beispiel hierfür seien unsinnige bürokratische Vorschriften von der EU wie die sogenannte Entwaldungsverordnung oder die von der Bundesregierung geplante Verschärfung des Bundeswaldgesetzes mit praxisfremden Vorschlägen.   Der Holzeinschlag in Bayern lag 2023 insgesamt bei 22,2 Millionen Festmetern. Deutschlandweit liegt er bei insgesamt 70,6 Millionen Festmetern. Das entspricht zum Vorjahr einem Rückgang von über zehn Prozent. Wirtschaftlich finden 39,1 Millionen Festmeter Verwendung als Stammholz in der Säge- und Furnierindustrie. Das sind über 55 Prozent. An zweiter Stelle liegt das Industrie- gefolgt von Energieholz. Die Krise der Bauwirtschaft führte zu einer stark rückläufigen Nachfrage nach Bauholzprodukten. Gleichzeitig konnte auch der Export im Jahr 2023 aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur nicht punkten. Der Export von Nadelschnittholz lag bei 11,2 Millionen, Laubschnittholz bei knapp 700.000 Festmetern.    Unternehmer sind mit den Dokumentationspflichten und Vorgaben nach der Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) konfrontiert. Die Verordnung verfolgt das Ziel, dass innerhalb der EU nur noch Produkte verkauft werden dürfen, die seit 2020 nicht von Entwaldung oder Waldschädigung betroffen waren. „Die Verordnung trifft nun besonders Kleinprivatwaldbesitzer, denen dadurch der Zugang zum Holzmarkt verwehrt wird. Zusätzlich drohen durch vorgesehene Sanktionen erhebliche Belastungen. Infolge dessen könnte es zu Lieferengpässen und Preiserhöhungen kommen. Das muss gestoppt werden“, so der Minister.   Bayern setzt sich auf verschiedenen Ebenen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung ein. Aiwanger erklärt dazu: „Wir haben mit dem Pakt Holzenergie gezeigt, dass wir der Branche den Rücken stärken. Gleichzeitig bauen wir im Rahmen unserer erfolgreichen Bioökonomiestrategie die holzbasierte Bioökonomie aus.“   Die Rettenmeier Holding AG gehört zu den führenden Herstellern von Massivholz in Europa. Das Unternehmen verarbeitet den Rohstoff Holz zu 100 Prozent und schafft durch die Bearbeitung in hochwertige, langlebige Bauprodukte auch CO2-Speicher. Damit leistet der gesamte Produktionsprozess einen wesentlichen Beitrag zum aktiven Klimaschutz.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.