München:

Landesjägertag – Bayerischer Jagdminister appelliert beim Landesjägertag zur Geschlossenheit und fordert mehr Eigenverantwortung

Aiwanger: „Die bayerischen Jäger müssen eng mit Grundbesitzern, Waldbauern, Förstern, Staatsforsten und Landwirten zusammenarbeiten – mehr Eigenverantwortung bei Abschussplanung nötig“ Pressemeldung, München, 10. März 2024, 84/24 Landesjägertag Bayerischer Jagdminister appelliert beim Landesjägertag zur Geschlossenheit und fordert mehr Eigenverantwortung Aiwanger: „Die bayerischen Jäger müssen eng mit Grundbesitzern, Waldbauern, Förstern, Staatsforsten und Landwirten zusammenarbeiten – mehr Eigenverantwortung bei Abschussplanung nötig“ Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger sprach auf dem Landesjägertag in Weiden.

Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger hat beim Landesjägertag des Bayerischen Jagdverbands (BJV) an die Jäger appelliert, die Reihen zu schließen und mit den anderen Landnutzern eng zusammenzuarbeiten, um das Jagdrecht zu verteidigen und die nachhaltige Nutzung der Natur vor ideologischen Verboten wie Waldstilllegungen und Jagdverboten zu schützen: Durch enge Zusammenarbeit mit Grundbesitzern, Waldbauern, Förstern, Bayerischen Staatsforsten und Landwirten erhalten wir das bewährte Revierjagdsystem, das an Grund und Boden gebundene Jagdrecht und ermöglichen die Verjüngung der Wälder mit richtig bewirtschafteten Wildbeständen.  Aiwanger kündigte an, weitere Tierarten – wie den Wolf – ins Jagdrecht aufnehmen zu wollen, und bat den Jagdverband, sich mit dafür einzusetzen, dass vom Rissmonitoring bis hin zur Entnahme von Wölfen alles in der Hand der Jäger sein soll. Zudem stellte er seine Pläne vor, mehr Eigenverantwortung bei der Abschussplanung einzuführen. Wenn das Verhältnis vor Ort funktioniert und Jagd und Waldbau zielorientiert zusammenarbeiten, dann brauchen wir in meinen Augen keine behördliche Abschussplanung mehr erklärte der Staatsminister. Ansonsten müsse bei den revierweisen Bewertungen genau hingeschaut werden, welche Faktoren verbessert werden könnten, um Naturverjüngung zu verbessern.   Aiwanger positionierte sich klar für ein Einhalten der Jagdzeiten beim Schalenwild. Ich bin ein Gegner einer ständigen Verlängerung der Jagdzeit. Achteinhalb Monate Jagdzeit auf Rehe müssen reichen, die Tiere brauchen auch Erholungsphasen. Ständiger Jagddruck erhöht den Stress für die Tiere und die Verbissbelastung. Am Ende verbeißen 30 gestresste Rehe, die sich nicht mehr auf die Grünland-Äsung raustrauen, mehr, als 50 Rehe die diese Äsung aufgrund Jagdruhe im Frühjahr nutzen können, sagte er und kündigte ein Schreiben an die Unteren Jagdbehörden an, um diese nochmal auf die Rechtslage hinzuweisen.   Wir müssen hier auch mal im Sinne der Tierwelt denken, sagte der Minister. Gönnen wir doch dem Reh, gönnen wir doch dem Rotwild ein paar Wochen Ruhe! In diesem Kontext erteilte er auch Drückjagden auf Rot- und Rehwild bei hoher Schneelage sowie mit zu großen Hundemeuten eine Absage. Wir wollen das Wild nicht vernichten, sondern wir wollen wertvolles Wildbret ernten, kein Stressfleischbetonte Aiwanger. Der Ansitz ist die Möglichkeit, hier auch sauberer zu schießen.  Weitere Inhalte der Rede des Ministers waren:   Er kündigte an, sich für die Erlaubnis der Raubwildjagd mit Nachtsichttechnik einsetzen zu wollen. Keine Experimente in Richtung Revierjagdsystem! Photovoltaikflächen in Absprache mit den Grundeigentümern wildzugänglich machen, um keinen Wildlebensraum zu verlieren und die Mindestreviergrößen nicht zu unterschreiten. Klärung der Fragen zum Einsatz von Drohnen bei der Kitzrettung. Neue Wege beim Rotwildmanagement, beispielsweise auch Wiederbetrieb von Fütterungen im Winter in Kombination mit Abschusserhöhung im Herbst, um Schälschäden zu reduzieren dort, wo es momentan Probleme gibt. Verstärkte Jagd auf Schwarzwild und Fuchs in den Bayerischen Staatsforsten.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion