Berlin:

Junge Menschen für die Biodiversität begeistern

Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz fördern neue
Umweltbildungsprojekte im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Viele junge Menschen sind bereits sensibilisiert für die Klimakrise und
die Naturgefährdung. Mit ihrem Engagement übernehmen sie Verantwortung
für den Schutz unserer Umwelt. Mit drei neuen Projekten im Bundesprogramm
Biologische Vielfalt soll bei noch mehr Jugendlichen bundesweit das
Interesse für den Schutz der biologischen Vielfalt geweckt werden, damit
sie sich für eigene Aktivitäten stark machen. Dazu gehören ein
Mitmachprojekt zu audiovisuellen Medien, ein bundesweiter Wettbewerb, mit
dem Naturschutzaktivitäten junger Menschen honoriert werden und Angebote
zur Naturerfahrung für Kinder und junge Menschen aus benachteiligten
Milieus. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das
Bundesumweltministerium (BMUV) fördern die drei Projekte mit insgesamt
knapp 3,9 Millionen Euro.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Die Weichen für einen
verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und der biologischen Vielfalt
werden in der Kindheit und Jugend gestellt. Uns ist es wichtig, jungen
Menschen zu ermöglichen, Natur direkt zu erleben, sie umfassend über die
Zusammenhänge gesunder Ökosysteme und deren Bedeutung für unsere
natürlichen Lebensgrundlagen zu informieren und sie dazu anzuregen, selbst
für den Schutz der Natur aktiv zu werden.“

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Unsere Naturbewusstseinsstudie
belegt, dass für die Mehrheit der Jugendlichen die Natur eine große
persönliche Bedeutung hat. 65 Prozent von ihnen halten es für die Pflicht
des Menschen, die Natur zu schützen. Aber nur etwa ein Drittel kennt die
Bedeutung der biologischen Vielfalt.“

Hintergrundinformationen:

Handeln jetzt!

Mit ihrem bundesweiten Bildungsprojekt wollen NAJU, BUNDJugend und
Naturfreundejugend junge Menschen für den Biodiversitätsschutz
interessieren. Mit Formaten außerschulischer Bildung werden die
Zusammenhänge und Schnittstellen zwischen Klima- und Biodiversitätsschutz
vermittelt. In diesem Kontext erarbeiten Jugendliche Handlungsoptionen in
der sogenannten Dreifachkrise aus Klimakrise, Artenaussterben und
Verschmutzungskrise und schaffen im Sinne der Bildung für nachhaltige
Entwicklung positive Zukunftsbilder im Kleinen und Großen. In einem
bundesweiten Wettbewerb können sich Jugendliche mit ihren Ideen bewerben
und finanzielle Unterstützung zur konkreten Umsetzung von Aktivitäten vor
Ort erhalten. Außerdem wird im Projekt ein Fortbildungs- und
Beratungsangebot geschaffen, das wirkungsvoll die Umsetzung dieser
Aktivitäten unterstützt. So können viele kleine Veränderungsideen
realisiert und junge Menschen bei der konkreten Umsetzung ihrer Ideen
gestärkt und unterstützt werden. Außerdem wird das große Engagement
junger Menschen für den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sichtbar gemacht
und die wichtige Rolle von Kindern und Jugendlichen in diesem Bereich
betont. Das Projekt wird von September 2023 bis Juni 2029 mit fast 1,21
Millionen Euro durch das BfN und das BMUV gefördert.

GreenCut-JUMP (JugendUmweltMedienProjekt)

Das bundesweite Umweltbildungs- und Kommunikationsprojekt für junge
Menschen wird von der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und
Partnerschaft e. V. (GESPA) von Juli 2023 bis Juli 2029 durchgeführt. Die
Leitidee des Projektes ist es, Umweltbewusstsein zu fördern und
jugendliche Teilnehmende zu befähigen, sich selbst im Themenfeld der
biologischen Vielfalt zu professionalisieren, aktiv an der Produktion und
der Nutzung von bildungsrelevanten, audiovisuellen Medien mitzuwirken und
eigene Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt im Projektgebiet vor
Ort anzustoßen. Die jungen Menschen sollen so zu Multiplikator*innen für
das Thema biologische Vielfalt werden und gleichzeitig ihre Gestaltungs-,
Medien- und Kommunikationskompetenz verbessern. Das Vorhaben wird
bundesweit von verschiedenen Jugendgruppen in mindestens 30 Projektgebieten
umgesetzt und von BfN und BMUV mit mehr als 1,21 Millionen Euro gefördert.

Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an

Das Projekt „Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an“ zielt
darauf ab, bildungsbenachteiligte Jugendliche und pädagogische Fachkräfte
in der Kinder- und Jugendhilfe für Biodiversität, Klima- und Naturschutz
zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Kernstück des
Projektes bilden die Waldwochen, in denen die Jugendlichen und
pädagogischen Fachkräfte gemeinschaftliche Naturschutzarbeiten
durchführen und sich praxisorientiertes Wissen zum Erhalt der natürlichen
Lebensräume, wie Wälder, Moore und Gewässer, aneignen. Außerdem werden
gemeinsam mit den teilnehmenden Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Bildungskonzepte im Kontext Bildung für nachhaltige Entwicklung und
ökologische Projekte entwickelt und umgesetzt. Das Projekt bietet den
verschiedenen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe auf Fachveranstaltungen
und Workshops Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten, mit dem Ziel,
Natur- und Klimaschutz als neue Querschnittsaufgabe dauerhaft in den
Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe zu verankern. Im
Rahmen des Projekts wird dafür auch ein Curriculum für eine Weiterbildung
zum/r Waldpädagog*in entwickelt und erprobt, das den besonderen
Herausforderungen der Zielgruppe Rechnung trägt. Das Projekt von
Bergwaldprojekt e. V. und dem Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe
e.V. (BVkE) läuft von August 2023 bis Juli 2029 und erhält eine
Förderung von fast 1,46 Millionen Euro durch BfN und BMUV.

Quelle: bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.