Berlin:

Klimaschutzprogramm 2023 führt erfolgreiche Maßnahmen im Sektor Landwirtschaft fort

Die Bundesregierung hat heute das vom Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz vorgelegte Klimaschutzprogramm 2023 der Bundesregierung beschlossen. Im Sektor Landwirtschaft werden die bereits laufenden erfolgreichen Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes fortgeführt und verstetigt. Dies gilt insbesondere für die weitere Reduzierung der Emissionen aus der Düngung sowie aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Im Bereich natürlicher Klimaschutz ist das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz die Hauptmaßnahme, um natürliche Senken von Kohlenstoff und Biodiversitätsschutz voranzubringen. Dazu gehören Humusaufbau und -erhalt, Moorbodenschutz und klimaresiliente Wälder.

Der Landwirtschaftssektor hält seine im Klimaschutzgesetz festgelegten Ziele derzeit umfassend ein. 2022 belief sich der Ausstoß von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft auf 61,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente, das waren 6,4 Mio. Tonnen weniger als vorgesehen. Bis 2030 soll der Ausstoß auf 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente sinken.

Der Großteil der Emissionen der Landwirtschaft besteht aus Lachgas, das durch den Abbau von Stickstoffdüngern entsteht, sowie aus Methan, das bei Verdauungsprozessen von Wiederkäuern entsteht. Auch bei der Lagerung von Gärresten bei Biogasanlagen oder Gülle kann Methan entweichen. Schon das Klimaschutzprogramm 2030 setzte hier an mit Maßnahmen zur Senkung der Stickstoffüberschüsse, mehr Vergärung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und dem Ausbau des Ökolandbaus. Letzteres wurde durch das Ziel der Bundesregierung, 30 Prozent Ökolandbau bis 2030 zu erreichen, bereits weiter gestärkt. Das Klimaschutzprogramm 2023 schreibt die erfolgreichen bisherigen Maßnahmen im Landwirtschaftssektor nun fort und baut sie zusätzlich aus, denn bis 2030 sind weitere Reduktionen der Treibhausgasemissionen nötig.

Die geplanten Maßnahmen im Klimaschutzprogramm 2023 im Einzelnen:
* Klima- und tiergerechte Nutztierhaltung und nachhaltige Lebensmittelkette
* Verbesserte Datenverfügbarkeit bei der landwirtschaftlichen Düngung
* Prüfung der Anpassung von Qualitätsparametern zur Backweizenbewertung und der Etablierung bei der aufnehmenden Hand zur Einsparung von Stickstoff-Qualitätsgaben bei der Backweizenerzeugung
* Weiterentwicklung des Förderprogramms zur Erhöhung der Energieeffizienz
* Erarbeitung einer Ernährungsstrategie der Bundesregierung
* Weitere Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.