Berlin:

Geberländer stellen 9,322 Milliarden US-Dollar für Klimaschutz und Klimaanpassung in Entwicklungsländern zur Verfügung, weitere erhebliche Mittel bis zur Weltklimakonferenz erwartet.

Bei der von Deutschland ausgerichteten Finanzierungskonferenz für den Grünen Klimafonds in Bonn wurden insgesamt 9,322 Milliarden US-Dollar zugesagt. Mit dem Geld werden von 2024 bis 2027 Projekte finanziert, die den Klimaschutz und die Energiewende in Entwicklungs- und Schwellenländern voranbringen und besonders vom Klimawandel betroffene Entwicklungsländer dabei unterstützen, besser mit den Folgen der globalen Erwärmung umzugehen. 25 Länder machten Zusagen auf der Konferenz, 5 weitere kündigten an, ihre Zusagen in Kürze vorzulegen, so dass die letztlich eingesammelte Summe erheblich höher ausfallen dürfte. Die Bundesregierung sagte auf der Konferenz zu, sich mit zwei Milliarden Euro an der Finanzierungsrunde des Grünen Klimafonds zu beteiligen.


Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze, Gastgeberin der Konferenz:
„Die Konferenz in Bonn sendet ein Zeichen der Solidarität: Im Kampf gegen den Klimawandel steht die Welt zusammen. Viele Zusagen wurden heute gemacht, weitere werden bis zur Weltklimakonferenz im Dezember folgen. Der Grüne Klimafonds wird damit seine wichtige Arbeit in Schwellen- und Entwicklungsländern fortsetzen und weiter vorantreiben können. Er wird investieren können in klimaangepasste Landwirtschaft, in Küstenschutz, in Wiederbewaldung, in die Energiewende in Asien, Afrika, Osteuropa, Lateinamerika oder auf den Inseln von Karibik und Pazifik. Deutschland hat auf dieser Konferenz deutlich gemacht: Wir stehen zu unserer Verantwortung und leisten unseren fairen Anteil. Auf dieser Grundlage können wir auch andere auffordern, ebenfalls ihren fairen Anteil zu leisten. Neben den anderen Industriestaaten sehe ich hier zunehmend auch Länder in der Verantwortung, die nicht zu den klassischen Gebern gehören: etwa die Golfstaaten, die mit fossilen Energien reich geworden sind; oder auch Schwellenländer wie China, die inzwischen große Anteile am weltweiten CO2-Ausstoß haben.“

Klima-Staatssekretärin Jennifer Morgan, Auswärtiges Amt:
„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit und der Grüne Klimafonds ein Symbol dafür, dass wir diese Herausforderung gemeinsam und solidarisch angehen. Der Grüne Klimafonds ist ein mächtiges Instrument – das mit jeder neuen Zusage weiter gestärkt wird – um Resilienz gegen die Klimakrise zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Viele Länder haben das Potenzial der grünen Transformation erkannt. Sie wollen sich von fossilen Brennstoffen lösen und setzen auf den Ausbau erneuerbarer Energien und Investitionen in grüne Technologien. Der Grüne Klimafonds ist ein Transformationsbeschleuniger, der Staaten auf ihrem Transformationspfad zu mehr Klimaresilienz und Klimawohlstand unterstützt. Klimafinanzierung ist dabei das Fundament, auf dem wir eine neue, klimafreundliche Welt der erneuerbaren Energien aufbauen können und welches es Staaten weltweit ermöglicht, die Chancen der Transformation zu nutzen. Deutschland hat seinen Anteil an der Klimafinanzierung erfüllt, und das fordern wir von allen Staaten, die es sich leisten können. Wir brauchen alle starken Schultern, um uns in die neue Welt der erneuerbaren Energien zu tragen und um die Vulnerabelsten zu schützen.“

An der Konferenz nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus rund 40 Staaten teil, unter anderem der Premierminister der Cook Islands Mark Brown, der Umweltminister Dänemarks Dan Jørgensen und die belgische Umweltministerin Caroline Gennez. Gastgeberin Entwicklungsministerin Svenja Schulze, AA-Klima-Staatssekretärin Jennifer Morgan und Entwicklungs-Staatssekretär Jochen Flasbarth vertraten Deutschland auf der Konferenz. 25 Staaten haben Mittel zugesagt. Rund dreiviertel der Staaten haben ihren Beitrag im Vergleich zur letzten Finanzierungskonferenz 2019 erhöht, unter anderem Deutschland, Österreich und Frankreich. Drei Staaten (Dänemark, Irland und Liechtenstein) haben ihren Beitrag gar verdoppelt. Fünf Staaten haben angekündigt, nach der Konferenz Mittel zuzusagen, unter anderem die USA und Schweden.
Der Grüne Klimafonds ist einer der größten Klimafonds weltweit und finanziert Klimaschutzmaßnahmen wie den Ausbau der erneuerbaren Energien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Damit ist er ein wichtiges Instrument zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Seit seiner Gründung hat der Fonds bereits Mittel in Höhe von rund 19 Milliarden US-Dollar eingenommen. Durch diese Mittel konnte der Fonds insgesamt 48 Milliarden US-Dollar über die Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Partnern mobilisieren. Weltweit unterstützt er 228 Projekte. Davon profitierten bereits etwa eine Milliarde Menschen.
Der Fonds fördert Klimaprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern und unterstützt sie bei der Umsetzung ihrer nationalen Klimabeiträge. Dazu stellt er Zuschüsse, Kredite, Garantien und Eigenkapital für Programme bereit, die eine kohlenstoffarme Wirtschaftsentwicklung zum Ziel haben oder einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Darüber hinaus arbeitet der Grüne Klimafonds mit privatwirtschaftlichen Akteuren zusammen, um zusätzliche Mittel für Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen zu mobilisieren. Mithilfe des Fonds können beispielsweise Kleinbäuerinnen in Kambodscha klimaangepasste Anbaumethoden nutzen und so ihre Ernte steigern. Fischer in Vanuatu können effektiven Küstenschutz betreiben und sich neue Einkommensquellen erschließen. In Madagaskar wiederum unterstützt er die Menschen dabei, die Wälder zu schützen und wieder aufzuforsten.
Eine Liste der Zusagen und weitere Informationen zur Wiederauffüllungskonferenz und zum Green Climate Fund: https://www.greenclimate.fund/about/resource-mobilisation/gcf-2 https://www.greenclimate.fund/about/resource-mobilisation/gcf-2

Quelle: info.auswaertigesamt.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.