Berlin:

Bundesregierung verstärkt Engagement auf dem Westbalkan
BMEL entsendet Attaché für Agrarpolitik

Die Bundesregierung stärkt den Dialog mit den Westbalkan-Staaten, um sie beim Beitrittsprozess zur Europäischen Union weiter zu unterstützen. Dazu entsendet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) künftig einen Attaché für Agrarpolitik für die Region an die deutsche Botschaft im nordmazedonischen Skopje. Der Agrarsektor ist eines der wichtigen Themenfelder im Austausch zwischen dem Westbalkan und der EU. Bei seinem Besuch in Skopje stellte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir heute den neuen Attaché vor. Er wird die Politikbereiche des BMEL in Nordmazedonien und darüber hinaus auch in den anderen Ländern des Westbalkans vertreten.

Dazu erklärt Bundesminister Özdemir: „Wir erweitern die Zusammenarbeit mit dem Westbalkan und wollen Exportmöglichkeiten sowie Investitionen in den Agrarsektor fördern, damit beide Seiten profitieren. Voraussetzung für deutsche Wirtschaftsexporte ist die politische Stabilität in der Region. Dafür müssen Deutschland und die EU stärkere Präsenz zeigen gegenüber den Versuchen anderer Mächte, dort ihre Einflusszonen zu erweitern und Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu unterminieren.

Die Etablierung eines Agrarattachés in dieser Region ist ein Novum. Wir möchten die neu geschaffene Position nutzen, um deutsche Wirtschaftsinteressen zu vertreten und den EU-Beitrittsprozess der Westbalkan-Staaten stärker zu unterstützen. Die Zukunft liegt in der EU! Es geht darum, Frieden, Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt für zukünftige Generationen zu sichern. Die Land- und Ernährungswirtschaft ist in allen Westbalkan-Staaten von großer wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung und sie nimmt eine herausragende Rolle bei den EU-Beitrittsverhandlungen ein.

Wie wichtig starke Partnerschaften sind, wird vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Weltlage deutlich. Wir dürfen nicht zulassen, dass Russland seinen Einfluss ausbaut und die europäische Friedensordnung weiter bedroht. Die Agrarpolitik kann als Instrument entscheidend dazu beitragen, die Verbindungen zwischen unseren Staaten zu stärken und auszubauen.“

Bisher unterhält die Bundesregierung 20 solcher Referentenstellen für Ernährung und Landwirtschaft weltweit. Die Bundesrepublik bringt damit auch die besondere außenpolitische Bedeutung der Landwirtschaft und Ernährungssysteme weltweit für Gesellschaft, Wirtschaft und Handel, die Ernährungssicherung zum Ausdruck. Die Attachés vertreten die Interessen des BMEL in fachpolitischen sowie in Handelsfragen und sind Ansprechpartner für das Gastland.

Bereits jetzt gibt es zwischen Deutschland und dem Westbalkan einen engen fachlichen Austausch und eine produktive Zusammenarbeit im Rahmen eines gemeinsamen Agrarpolitischen Dialogs (APD) in Kooperation mit der Regional Rural Development Standing Working Group (SWG). Der Austausch in dem Rahmen hat beispielsweise dazu beigetragen, dass Nordmazedonien ein neues Weingesetz verabschieden konnte. Daneben wird in dem Format unter anderem auch über die Themen Böden, Klima, Wissensmanagement, Ökologischer Landbau oder Ländliche Entwicklung gesprochen.

Özdemir sagt dazu: „Gerade hierbei leistet die SWG mit ihrem Generalsekretär Boban Ilic eine hervorragende Arbeit, um die Bemühungen des gesamten Westbalkans zu bündeln und zu unterstützen. Ich möchte mich an dieser Stelle für die wertvolle Arbeit und den Einsatz bedanken.“

Hintergrund:
Die SWG wurde 2005 von den Landwirtschaftsressorts der Westbalkan-Staaten als regionales Netzwerk für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung gegründet. Das BMEL hat seit 2012 Beobachterstatus.

Im Rahmen des Berliner Prozesses, den die Bundesregierung 2014 als Plattform für die Zusammenarbeit mit dem Westbalkan und zur Unterstützung der EU-Annäherung initiiert hat, führt das BMEL gemeinsam mit der SWG einen „Agrarpolitischen Dialog“ durch, in dem insbesondere die Umsetzung der Green Agenda unterstützt und die regionale Zusammenarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Akteure gestärkt werden.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.