Brüssel:

EU Kommission wählt sieben innovative Dekarbonisierungs-Großprojekte in Deutschland zur Förderung
aus dem EU-Innovationsfonds aus

Die Europäische Kommission hat am 13. Juli beim dritten Förderaufruf im EU-Innovationsfonds sieben
große innovative Dekarbonisierungsprojekte in Deutschland vorausgewählt. Dabei handelt es sich um
zwei Vorhaben zur CO2-Abscheidung in der Zement- und Kalkindustrie, ein 157 MW Elektrolyseur und
eine Elektrolyseurproduktion, jeweils eine Anlage zur Herstellung von innovativen
PEM–Polymer-Elektrolyt-Membran-Stacks und von PV-Modulen sowie eine elektrifizierte Pilotanlage
zum Kunststoffrecycling. Die Vorhaben wurden u. a. aufgrund ihres hohen Innovationsgrades und ihres
substantiellen Beitrags zur Vermeidung von THG-Emissionen von einem Expertengremium ausgesucht.
Insgesamt wurden in dem Vorauswahlverfahren 41 Projekte aus 15 EU Ländern aus allen
Industriebereichen mit einem Fördervolumen von rund 3,6 Milliarden Euro bestimmt.
Bundeswirtschaftsminister Habeck zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Die vorausgewählten
Projekte spiegeln die enorme Dynamik der Dekarbonisierung in Europa und in Deutschland wider und
zeigen das riesige Potenzial innovativer Technologien zur Transformation der Industrie. Ich freue
mich besonders, dass wichtige Vorhaben in Deutschland, die wir auch unterstützt haben, bei der
Vorauswahl berücksichtigt worden sind. Die Mittel der EU ergänzen damit hervorragend unsere
eigenen Anstrengungen, die Industrie auf dem Weg zur Klimaneutralität zu fördern.“
Die sieben Projekte aus Deutschland sind: Go Zero (Heidelberg Materials): Zementwerk; CCS-Projekt
in Geseke (NRW) Everest (Rheinkalk GmbH): Demo CCS für das größte Kalkwerk in Europa am Standort
Wülfrath-Flandersbach (NRW) HydrOxy (IQONY GmbH): PEM-Elektrolyseur in Duisburg (NRW) ELYAS
(Bosch): Produktion von Stacks für Automobile am Standort Bamberg (Bayern) HOPE (Meyer Burger):
Herstellung von PV-Modulen in Thalheim, Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) HynCrease (DE NORA):
Produktion von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen in Rodenbach bei Hanau (Hessen) MoReTec-1
(LYONDELLBASELL): innovative Kunststoffrecycling Anlage in Wesseling (NRW)
Der EU-Innovationsfonds ist eines der weltweit größten Finanzierungsprogramme für die kommerzielle
Demonstration innovativer CO2-armer Technologien, mit dessen Hilfe industrielle Lösungen zur
Dekarbonisierung Europas auf den Markt gebracht und der Übergang Europas zur Klimaneutralität
unterstützt werden sollen. In einem jährlichen Auswahlverfahren werden großvolumige Vorhaben aus
den Kategorien generelle Dekarbonisierungsprojekte, Wasserstoff und Elektrolyseure, Herstellung von
Schlüsselkomponenten und Ausrüstung und innovative Pilotvorhaben vorausgewählt.
Die nunmehr vorausgewählten Projekte decken über 30 verschiedene Minderungspfade ab und können
über 10 Jahre Betriebszeit zur Reduzierung von 221 Mio. Tonnen CO2-Emissionen führen. Die
Mitgliedstaaten haben die Gelegenheit, zu der Vorauswahl noch bis zum 7. September Stellung zu
nehmen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt aktiv die Bewerbung deutscher
Vorhaben und hat eine nationale Kontaktstelle zum EU-Innovationsfonds eingerichtet, die in den
nächsten Monaten noch weiter ausgebaut wird. Der nächste Förderaufruf der Europäischen Kommission
für großskalige Vorhaben über 4 Mrd. € wird bis Ende 2023 erwartet. Weitere Informationen finden
Sie hier.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/07/20230717-eu-kommission-dekarbonisierungsgrossprojekte-deutschland-foerderung-eu-innovationsfonds.html

Quelle:abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.