Berlin:

Data Act bietet große Chancen für datengetriebene Geschäftsmodelle

 

Die Mitgliedstaaten der EU haben heute im Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV) eine Einigung
zum Trilog-Verordnungsentwurf über harmonisierte Vorschriften für den fairen Zugang zu und die
Nutzung von Daten (Data Act) erzielt. Die Verordnung ist ein Meilenstein, da sie faire Bedingungen
und Anreize für eine stärkere, sektorübergreifende gemeinsame Datennutzung schafft. Sie trägt
damit maßgeblich zu einer wettbewerbsfähigeren Datenökonomie bei.


Udo Philipp, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: „Vernetzte Geräte
generieren immer mehr Daten, doch dabei bleibt ihr gesellschaftliches und wirtschaftliches
Potential oft ungenutzt. Hier setzt der Data Act an, indem er den Nutzenden – sei es ein privater
Autofahrer oder eine mittelständische Fabrikleiterin – mehr Kontrolle über ihre selbsterzeugten
Daten gibt. Dadurch können Unternehmen neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln und
Verbraucherinnen und Verbraucher souveräner entscheiden, z.B. über die Reparatur ihrer
intelligenten Haushaltsgeräte. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und des
Start-up-Standorts Deutschland.“
Im Zentrum des Verordnungsentwurfs stehen Daten, die Nutzerinnen und Nutzer beim Verwenden von
IoT-Geräten und verbundenen Diensten generieren. Sie erhalten das Recht, über die Verwendung und
Weitergabe dieser Daten zu bestimmen. Zudem enthält der Data Act Regelungen, die den
Anbieterwechsel von Clouddiensten erleichtern und die Interoperabilität von Daten und Diensten
stärken. Außerdem schafft er zusätzliche Rechtssicherheit beim internationalen Datenaustausch und
regelt den Umgang mit unfairen Vertragsbedingungen zwischen Unternehmen.
Das BMWK hat sich während des gesamten Prozesses intensiv dafür eingesetzt, dass der Data Act
einen angemessenen Ausgleich zwischen Investitionsschutz und Wettbewerbsförderung schafft. Dies ist
mit dem nun vorliegenden Verhandlungsergebnis gelungen. Auch und insbesondere Dank des Einsatzes
des BMWK wurde eine sachgerechte Balance zwischen dem Ziel des Data Act, das Datenteilen zu
fördern, und dem Interesse von Unternehmen, ihre Geschäftsgeheimnisse zu schützen, erreicht.
In den Verhandlungen trat die Bundesregierung für Kohärenz und klarere Abgrenzung zu anderen
Rechtsakten, wie der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), ein. Priorität war auch eine eindeutigere
Unterscheidung zwischen Regelungen für Unternehmen (Business-to-Business, B2B) und Privatpersonen
(Business-to-Consumer, B2C). Weiterhin regelt der Entwurf den Zugriff öffentlicher Stellen auf
Unternehmensdaten im Notfall (Business-to-Government, B2G), der aus Sicht der Bundesregierung
zielgerichtet und verhältnismäßig sein muss. Der finale Entwurf berücksichtigt auch, dass der
Schutz vor unfairen Vertragsklauseln für alle Unternehmensgrößen gilt und dass der Zugang zu Daten
im Bereich der Forschung auch national geregelt werden kann.
Vor Inkrafttreten müssen noch das Europäische Parlament und eine Ratsformation formell zustimmen.
Die Verordnung tritt am 20. Tag nach Erscheinung im EU-Amtsblatt in Kraft und findet 20 Monate
später Anwendung. Das BMWK verhandelt den Data Act in gemeinsamer Federführung mit dem
Bundesministerium für Digitales und Verkehr für die Bundesregierung.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/07/20230713-data-act-chancen-datengetriebene-geschaftsmodelle.html

Quelle:abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.