München:

Glauber: Zwangsvorgaben statt Anreize Bayern lehnt neues Gebäudeenergiegesetz des Bundes ab

Bayern lehnt das geplante Gebäudeenergiegesetz des Bundes ab.

 

Morgen befasst sich der Bundesrat mit dem Entwurf. Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber betont dazu: „Die Bundesregierung hat den Bezug zu Millionen Menschen in Deutschland verloren. Die Pläne der Ampel bedeuten immense Kosten für die Bürger. Das ist ein völlig falsches Signal in Zeiten der Inflation. Statt Anreizen sollen jetzt Zwangsvorgaben kommen, technologische Alternativen ausgeschlossen oder eingeschränkt werden. Bayern braucht keine Bevormundung durch den Bund bei der Energie- und Wärmewende. In der aktuellen Energiekrise muss die Versorgungssicherheit im Mittelpunkt stehen. Wir müssen jeden nachhaltigen Energieträger nutzen. Notwendig sind daher alle Möglichkeiten für schnelle und unbürokratische Lösungen bei der Wärmeversorgung. Wir brauchen die Wasserstoff-Technologie und vor allem das heimische Holz in der Energieversorgung. Die Bundesregierung treibt jedoch mit ihrer einseitigen Wärmepumpen-Politik die Kohleverstromung in neue Höhen und erweist dem Klimaschutz einen Bärendienst. Im Ergebnis wird das Gesetz des Bundes zum Rückbau des Wirtschaftsstandortes Deutschland führen. Soweit darf es nicht kommen.“   Der Entwurf enthält Vorgaben für neu einzubauende Heizungen sowie zur Energieeffizienz von Gebäuden. Eine wesentliche Änderung ist, dass Heizungsanlagen ab 2024 bei Einbau den Wärmebedarf zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme decken müssen. Glauber: „Der Bund greift mit dem Gesetzentwurf in grundgesetzlich geschützte Eigentumsrechte ein und verpflichtet die Bürger zu jährlichen unverhältnismäßigen Investitionskosten in Milliardenhöhe. Technologieoffenheit wird durch zu hohe Anforderungen an Wasserstoffheizungen eingeschränkt. Das gilt auch für die Biomasse bei der Wärmewende. Holz zum Beispiel ist ein regionaler, nachhaltig erzeugter, nachwachsender Rohstoff mit einer neutralen CO2-Bilanz. Gerade in der derzeit angespannten Energieversorgungssituation sind moderne Holzheizungen als heimische Wärmequelle unverzichtbar, besonders im Altbaubestand.“ Der Einbau von Biomasseheizungen in Neubauten soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung verboten werden.   Bayern hat zu dem Gesetzentwurf einen eigenen Landesantrag gestellt und fordert den Bundesrat darin auf, den Entwurf abzulehnen, auch mit dem Hinweis auf die für 2023 angekündigte Änderung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Diese würde ohnehin auch Deutschland zu weitreichenden Regelungen zur energetischen Modernisierung des Gebäudebestands verpflichten.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.