München:

Kein Platz für Judenhass / Justizminister Eisenreich
zum Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
Bayern: „Judenhass gibt es an den Rändern, in der Mitte der Gesellschaft
und unter Zuwanderern. Es ist unsere Aufgabe, diesen zu erkennen, zu benennen
und zu bekämpfen.“ Die Recherche- und Informationsstelle
Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) hat heute (27. März) ihren Jahresbericht
in München vorgestellt.

Bayerns Justizminister Georg
Eisenreich dazu: „Auch nach dem Ende von Corona können
wir keine Entwarnung geben: Judenhass gibt es an den Rändern, in der
Mitte der Gesellschaft und unter Zuwanderern. Es ist unsere Aufgabe, diesen
zu erkennen, zu benennen und zu bekämpfen.“ Eisenreich
betont: „Bei uns gibt es keinen Platz für Judenhass. Wir bekämpfen
den Judenhass konsequent. Deshalb habe ich für unseren Kampf gegen
Antisemitismus Deutschlands ersten landesweiten Spezialstaatsanwalt ernannt.“
Oberstaatsanwalt Andreas Franck, der Zentrale Antisemitismus-Beauftragte
der bayerischen Justiz, schaltet sich konsequent bei Verfahren von bayernweiter
Bedeutung ein. Minister Eisenreich: „Schon nach kurzer
Zeit konnte der Zentrale Antisemitismus-Beauftragte Erfolge erzielen. Er
spielte beispielsweise eine entscheidende Rolle bei der strafrechtlichen
Verfolgung von volksverhetzenden Holocaustvergleichen bei Corona-Demonstrationen.
Durch seinen Einsatz gab es die erste obergerichtliche Entscheidung in
einem Corona-Holocaust-Vergleichsfall. Bei der Bekämpfung von Antisemitismus
arbeiten die bayerische Justiz und die Recherche- und Informationsstelle
Antisemitismus Bayern in einem guten Austausch. Dafür möchte
ich mich bei den Verantwortlichen von RIAS Bayern bedanken.“
Hintergrund: Die bayerische Justiz
geht mit einem Bündel an Maßnahmen gegen antisemitische
Straftaten vor – und hat frühzeitig schlagkräftige Ermittlungsstrukturen
geschaffen. 2017 nahm die Zentralstelle zur
Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der
Generalstaatsanwaltschaft München ihre Arbeit auf. Nach sechs Jahren
konnte die ZET mit mehr als 3.000 eingeleiteten Verfahren eine Erfolgsbilanz
ziehen. 2018 wurden drei Antisemitismus-Beauftragte
der Bayerischen Justiz bei den drei Generalstaatsanwaltschaften München,
Nürnberg und Bamberg eingesetzt. Seit Oktober 2021 hat die bayerische
Justiz zusätzlich einen Zentralen Antisemitismus-Beauftragten.
Im Januar 2020 wurde Deutschlands erster Hate-Speech-Beauftragter
vom bayerischen Justizminister zentral für ganz Bayern bestellt. Parallel
dazu wurden Sonderdezernate für die Bekämpfung von Hate
Speech bei allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften eingerichtet.
Die bayerische Justiz hat zudem ein Online-Meldeverfahren für
Online-Straftaten mit RIAS Bayern etabliert.
Damit antisemitische Motive nicht im Dunkeln bleiben, haben die Antisemitismus-Beauftragten
der Generalstaatsanwaltschaften einen Leitfaden für Staatsanwälte
entwickelt. Mit dem Leitfaden können antisemitische Motive leichter
entschlüsselt werden (z.B. anhand von Nazi-Jahrestagen oder Codes).
Bayern hat als erstes Bundesland in Deutschland die Arbeitsdefinition
der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) angenommen.
Bayern hat sich auch rechtspolitisch in Berlin eingesetzt:
Eine judenfeindliche Motivation wird im Gesetz ausdrücklich als strafschärfendes
Tatmerkmal genannt. Die Bundesregierung hat den Vorschlag aus
dem Freistaat im Jahr 2020 aufgegriffen (§ 46 Absatz 2 Strafgesetzbuch).
Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.