Berlin:

Bundeskabinett beschließt Evaluierungsbericht zum Kohlendioxid-Speicherungsgesetz (KSpG)

Die Bundesregierung hat heute den Evaluierungsbericht zum Kohlendioxid-Speicherungsgesetz (KSpG)
beschlossen. Der Bericht stellt den technischen Fortschritt, die neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnisse und den potenziellen Beitrag der Kohlendioxid-Abscheidung und – Speicherung (Carbon
Capture and Storage – CCS) für den Klimaschutz dar.


Die Bundesregierung muss den Evaluierungsbericht laut Gesetz alle vier Jahre vorlegen. Der heute
beschlossene Bericht betrachtet neben CCS auch Carbon Capture and Utilization (CCU). Im Gegensatz
zu CCS wird das CO2 bei CCU nicht gespeichert, sondern weiterverwendet – z. B. in der
Chemieindustrie. Darüber hinaus gibt der Bericht einen Ausblick auf die Carbon
Management-Strategie, die die Bundesregierung im kommenden Jahr erarbeiten will.
Für das Erreichen der Klimaneutralität haben Emissionsminderung und – vermeidung sowie die
Steigerung von Effizienz oberste Priorität. Zentral ist und bleibt die Dekarbonisierung. Die für
den Bericht ausgewerteten THG- Neutralitätsstudien aus dem Jahr 2021 sehen daneben die
Notwendigkeit, zum Erreichen unserer Klimaziele auch CCS und CCU einzusetzen. Dabei zeigt sich,
dass die Technik zur Abscheidung, zum Transport und zur Speicherung von CO2 bereits ausgereift und
erprobt ist. Jedoch steht der rechtliche Rahmen in Deutschland einem Einsatz der Technologien noch
im Weg, insbesondere mit Blick auf den leitungsgebundenen CO2- Transport. Aus diesem Grund spricht
der Evaluierungsbericht erste Empfehlungen aus, um den Rechtsrahmen entsprechend anzupassen und
beispielsweise den CO2-Transport und den Aufbau der dafür notwendigen Infrastruktur zu ermöglichen.
Auf Basis des Berichts wird die Bundesregierung im kommenden Jahr eine Carbon Management-Strategie
erarbeiten. Der Evaluierungsbericht benennt hierfür bereits zehn zentrale Handlungsfelder. So soll
die Strategie insbesondere die denkbaren Einsatzfelder für die Technologien näher bestimmen. Das
ist wichtig, weil für die Bundesregierung die Elektrifizierung, die Steigerung der Energieeffizienz
aber auch der Umstieg auf grünen Wasserstoff oberste Priorität haben. Anwendungsgebiete für CCS und
CCU müssen daher unter Berücksichtigung alternativer Klimaschutzoptionen herausgearbeitet werden.
Auch die Beantwortung der Frage, ob CO2 in DEU gespeichert werden soll, bleibt der Carbon
Management-Strategie vorbehalten.
Wegen des hohen öffentlichen Interesses und der Bedeutung des Themas wird die Erarbeitung der
Strategie von einem umfassenden Stakeholderdialog begleitet werden. Eine Auftaktveranstaltung mit
Vertretern aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Industrie fand bereits am 18. und 19.
Oktober im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz statt. Für die Fortführung des Dialogs
im kommenden Jahr wird der Teilnehmerkreis voraussichtlich nochmals erweitert, um alle Aspekte der
Technologien berücksichtigen zu können.
Den Evaluierungsbericht finden Sie hier.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/12/20221221-bundeskabinett-beschliesst-evaluierungsbericht-zum-kohlendioxid-speicherungsgesetz-kspg.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.