Berlin:

Bundeswirtschaftsministerium stärkt weiter die Vorsorge für den Winter: Ministerverordnung zu
Erhöhung der Speichervorgaben tritt morgen in Kraft

Zu weiteren Erhöhung der Vorsorge und vor dem Hintergrund der weiter angespannten Lage auf dem
Gasmarkt hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine Ministerverordnung zur
nochmaligen Erhöhung der Speicherfüllvorgaben im Ressortkreis abgestimmt und finalisiert. Die
Ministerverordnung wird heute im Bundesanzeiger verabschiedet und tritt morgen (29. Juli) in Kraft.
Mit der Ministerverordnung wird zugleich ein wichtiger Baustein des von Minister Habeck am 21. Juli
2022 vorgestellten Energiesicherungspaketes umgesetzt.


Konkret wird für den 1. September 2022 ein neues Zwischenziel bei den Speicherfüllvorgaben von 75%
eingefügt. Die Vorgaben zielen darauf, dass auch bei geringen Gasflüssen nicht ausgespeichert wird,
sondern die Speicher kontinuierlich weiter befüllt werden. Zusätzlich werden die bisherigen
Füllstandsvorgaben noch einmal erhöht, zum 1. Oktober von 80 % auf 85 % zum 1. November von 90 %
auf 95 %. Die zusätzlichen 5 Prozentpunkte bedeuten im Maximum zum 1. November eines Kalenderjahres
ca. 1 Milliarde Kubikmeter Gas (ca. 12 TWh).
Hierzu der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck: „Die Bundesregierung tut
alles, um die Versorgungssicherheit auch weiterhin zu gewährleisten. Wir sind in den vergangenen
Monaten deutlich voran gekommen durch konzentriertes und konsequentes Handeln. Dennoch bleibt die
Lage angespannt, deshalb verstärken wir nochmal unsere Anstrengungen und erhöhen nochmal die
Vorgaben zur Speicherbefüllung. Klar ist: Die Speicher müssen voll werden. Daran arbeiten wir mit
ganzer Kraft.“
Die Ministerverordnung zur Anpassung der Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen beruht auf § 35b
Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes, wonach das BMWK abweichende Regelungen zu den relevanten
Stichtagen und Füllstandsvorgaben festlegen kann, soweit dies für die Sicherheit der Gasversorgung
notwendig ist. Die Lage am Gasmarkt ist aktuell weiter angespannt. Russland hat seine
Gaslieferungen in den vergangenen Tagen weiter gekürzt, obgleich hierfür kein technischer Grund
vorliegt. Die Unsicherheit bleibt damit hoch und die Lage ernst.
Die Bundesregierung hatte bereits am 22. Juni 2022 15 Milliarden Euro für die Speicherbefüllung zur
Verfügung gestellt. Diese Mittel werden durch den Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe
eingesetzt und genutzt und haben in den vergangenen Wochen dazu beigetragen, dass die
Speicherstände aktuell in Deutschland bei immerhin 67% liegen (Stand jeweils 28.07.2022).
Den Text der Ministerverordnung finden Sie hier.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/07/20220728-bundeswirtschaftsministerium-staerkt-weiter-die-vorsorge-fuer-den-winter.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.