Berlin:

Bundeskabinett billigt erleichtertes Vergaberecht – Schnellere Vergaben für die Bundeswehr

Vor wenigen Tagen haben der Deutsche Bundestag und der Bundesrat den Weg für das „Sondervermögen
Bundeswehr“ frei gemacht. Nun können die Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit gestärkt, der
Modernisierungsstau abgebaut und die Bundeswehr zeitgemäß ausgerüstet werden. Damit dies gelingen
kann, müssen die Mittel zügig und effektiv in konkrete Rüstungsvorhaben umgesetzt werden. Dafür
gilt es auch, Spielräume, die der nationale Gesetzgeber im Rahmen des geltenden Verfassungsrechts
und der europarechtlichen Vorgaben hat, zu nutzen und Erleichterungen im Vergaberecht für näher
definierte verteidigungsspezifische Aufträge zu schaffen. Daneben sind bereits weitere Maßnahmen
angestoßen worden, um das Beschaffungswesen der Bundeswehr zu optimieren.


Das Bundeskabinett hat heute unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Klimaschutz in enger Abstimmung mit dem Bundesverteidigungsministerium eine Formulierungshilfe für
den Entwurf eines „Gesetzes zur Beschleunigung von Beschaffungsmaßnahmen der Bundeswehr“
beschlossen, die Vorschriften zur Beschleunigung sowohl im Vergabe- als auch im
Nachprüfungsverfahren enthält. Durch die geplanten Regelungen wird es den Vergabestellen der
Bundeswehr für die nächsten dreieinhalb Jahre ermöglicht, vergaberechtliche Erleichterungen zu
nutzen und damit Aufträge schneller zu vergeben, als dies nach der aktuellen Rechtslage möglich
ist. Dies soll für Aufträge über die Lieferung von Militärausrüstung zur unmittelbaren Stärkung der
Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und solche Bau- und Instandhaltungsleistungen gelten, die in
unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Militärausrüstung stehen.
Wesentliche Punkte des Gesetzentwurfs sind: Es sollen mehrere Teil- oder Fachlose zusammen vergeben
werden können, wenn wirtschaftliche, technische oder zeitliche Gründe dies rechtfertigen. Durch
verfahrensrechtliche Erleichterungen für kooperative Beschaffungen sollen Kooperationen auf
europäischer Ebene intensiver genutzt werden. Aufgrund der veränderten Sicherheitsarchitektur soll
damit zukünftig auch die gemeinsame Beschaffung mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union
eine noch größere Rolle spielen. Sicherheitsinteressen sollen im Vergabe- und Nachprüfungsverfahren
verstärkt Berücksichtigung finden. Dazu werden unter anderem Regelungen aufgenommen, die es dem
Auftraggeber erlauben, Unternehmen aus Staaten, die nicht die notwendige Gewähr für die Wahrung der
Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland bieten, von der Teilnahme am Vergabeverfahren
auszuschließen. Nachprüfungs- und Beschwerdeverfahren erfahren eine Beschleunigung, indem zum
Beispiel bei der Entscheidung über die Vorabgestattung des Zuschlags die Verteidigungs- und
Sicherheitsinteressen stärker berücksichtigt werden.
Die von der Bundesregierung beschlossene Formulierungshilfe dient als Grundlage für einen aus der
Mitte des Deutschen Bundestages einzubringenden Gesetzentwurf. Ziel ist es, das
Gesetzgebungsverfahren noch vor der parlamentarischen Sommerpause abzuschließen.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/06/20220621-bundeskabinett-billigt-erleichtertes-vergaberecht.html

Quelle:abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.