Berlin:

Habeck zu russischen Gegensanktionen und Gazprom Germania

Zum russischen Dekret vom 11.05.2022 über Sanktionen gegen 31 vorwiegend europäische Unternehmen
und Töchter des Gaskonzerns Gazprom Germania sagte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister
Habeck heute:
„Die aktuelle Lage beobachten wir mit hoher Konzentration. Die betroffenen Mengen bei Gazprom
Germania haben eine Größenordnung von 10 Millionen Kubikmeter pro Tag. Das entspricht rund drei
Prozent des gesamten Jahresverbrauchs von Deutschland. Diese Mengen können am Markt anderweitig
beschafft werden, und es ist Aufgabe der Stunde, diese Kontingente neu zu besorgen. Die
Bundesregierung wird alles tun, um Gazprom Germania zu stabilisieren.“
Habeck betonte, die aktuelle Lage sei beherrschbar. Sie könne sich aber verschärfen. „Wir
beobachten die Situation mit großer Konzentration.“


Habeck sagte weiter: „Es zeigt sich erneut: Russland setzt Energie als Waffe ein. Auf diese
Situation und andere denkbare haben wir uns vorbereitet. Es zahlt sich bereits jetzt aus, dass wir
das Energiesicherungsgesetz novelliert haben und es sich bereits im parlamentarischen Verfahren
befindet.“ Dieses Gesetz enthalte die notwendigen Instrumente, um bei einer zugespitzten Lage
umfassend handeln zu können.
Der Minister machte deutlich, dass es oberste Priorität habe, die Gasspeicher zum Winter zu füllen.
Die Bundesregierung arbeite derzeit zudem unter Hochdruck daran, Importkapazitäten – und
Möglichkeiten für Flüssiggas auszubauen, damit Deutschland auch bei Lieferunterbrechungen aus
Russland über den Winter komme. „Ein Schlüssel sei aber auch die Gasreduktion. „Die Industrie, die
Unternehmen, die Verbraucherinnen und Verbraucher können ja noch mal schauen, wo sich noch mehr
sparen lässt. Auch wenn ich weiß, dass viele das sicher schon wegen der hohen Preise tun: Energie
sparen, Energie sparen, Energie sparen ist das Gebot der Stunde.“
Minister Habeck hatte sich heute auch auf einer Pressekonferenz geäußert – der Mitschnitt dieser
Pressekonferenz ist hier abrufbar.
Zur Einordnung:
Gazprom Germania, bzw. ihre Tochtergesellschaften betreiben unter anderem in Deutschland
Gasspeicher und Gashandel und sind Miteigentümer von Gasleitungen. Das Unternehmen war am 4. April
unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur gestellt worden, nachdem die Gazprom Germania durch
ihren russischen Mutterkonzern ohne die vorherige notwendige Genehmigung des BMWK –an
undurchsichtige Eigentümer verkauft und dann die Liquidierung des Unternehmens angeordnet worden
war. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, hatte das BMWK die Treuhänderschaft durch die
BNetzA angeordnet.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/05/20220512-habeck-zu-russischen-gegensanktionen-und-gazprom-germania.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.