Berlin:

Berliner Energiewende-Konferenz im Zeichen der angestrebten Unabhängigkeit von fossilen Energien
Erneuerbare Energien vereinen Sicherheit und Klimaschutz

Außenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck eröffnen heute den 8.
Berlin Energy Transition Dialogue (BETD). Unter dem Motto „From Ambition to Action“ diskutieren
Ministerinnen und Minister sowie hochrangige Delegationen aus über 50 Ländern mit Vertretern aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Es geht um Strategien für den intelligenten Umbau
der Energiesysteme weltweit und um die stärkere Unabhängigkeit von fossilen Energien.
Auch die energiepolitische Dimension des Kriegs gegen die Ukraine wird Thema sein. Die
internationale Staatengemeinschaft hat gezeigt, dass sie handlungsfähig und entschlossen ist. Wie
können jetzt Ambitionen – Worten – auch Taten folgen? Welchen Beitrag können Energieeffizienz und
erneuerbare Energien zu einer politisch stabilen und wirtschaftlich prosperierenden Welt leisten?
Diese Fragen werden auf dem BETD auf der Bühne, aber auch in anstehenden politischen Gesprächen
besprochen. Auch welche strategischen Investitionen – vor allem in erneuerbare Energien möglich und
notwendig sind. Denn mit einem Umstieg auf erneuerbare Energien geht nicht mehr nur mehr
Klimaschutz, sondern auch mehr Sicherheit einher. Dieser Dialog bezieht auch traditionelle
Exporteure fossiler Brennstoffe mit ein, denn diese stehen vor der Herausforderung, ihre
Wirtschaftssysteme anpassen zu müssen. Für viele Staaten entstehen neue Chancen, ihre Wirtschaft zu
diversifizieren.


Durch die weltweite Energiewende wird der Handel und die Vernetzung von Staaten zunehmen. Ein
Beispiel dafür sind die Energiepartnerschaften, die Deutschland rund um den Globus unterhält. Viele
der Akteure erwarten wir heute in Berlin.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock: „Der brutale russische Angriffskrieg hat nicht nur
entsetzliches Leid über die Menschen in der Ukraine gebracht, er hat auch dem letzten die
problematische Abhängigkeit vieler Staaten von fossilen Energieimporten klargemacht. Die globale
Energiewende und die Bekämpfung der Klimakrise sind heute harte Geopolitik. Umso genauer wird
international verfolgt, welchen Weg Deutschland geht – und umso größer ist das Interesse an
internationaler Zusammenarbeit. Jetzt geht es darum, uns schnellstmöglich unabhängig von russischen
Energieimporten zu machen – und damit gleichzeitig den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energien
voranzutreiben. Der Berlin Energy Transition Dialogue ist ein einzigartiges Forum, um uns mit
anderen Staaten auszutauschen, Partnerschaften zu stärken und zusammen Strategien zu entwickeln,
wie wir die globale Energiewende vorantreiben können. Denn fest steht: wirksam bekämpfen können wir
die Klimakrise nur gemeinsam.“
Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Dr. Robert Habeck: „Der völkerrechtswidrige russische
Angriffskrieg auf die Ukraine hat die Frage der Energiesicherheit auch in das Zentrum der
internationalen Diskussion gerückt. Wir müssen mehr denn je für eine globale Energiewende werben
und den globalen Ausbau Erneuerbarer Energien ebenso wie die Steigerung der Energieeffizienz
entschlossen vorantreiben. Daneben müssen uns so schnell es geht aus der Klammer von russischen
Importen befreien, um nicht erpressbar zu sein. Daran arbeiten wir in der Bundesregierung jeden Tag
und mit ganzer Kraft. Wichtigster Schlüssel für Energie-Souveränität ist aber der Ausbau der
Erneuerbaren Energien. Er ist eine Frage der nationalen, europäischen und internationalen
Sicherheit.“
Die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e. V. (BEE), Dr. Simone Peter: „Der
Ukraine-Krieg führt uns auf dramatische Weise die teure Abhängigkeit von fossilen und die Gefahr
atomarer Energien vor Augen. Dagegen bieten Erneuerbare Energien regional wie global die
Möglichkeit einer unabhängigen, krisenfesten, umweltfreundlichen und günstigen Energieversorgung.
Erneuerbare Energiequellen sind Friedensenergien, die die Versorgung zuverlässig und von
internationalen Spannungen unberührt übernehmen können.“
Ganz in der Tradition des BETD als globalem Forum der Energiewende sprechen und diskutieren auch in
diesem Jahr wieder Umweltministerin Steffi Lemke, Entwicklungsministerin Svenja Schulze, der
Generaldirektor der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), Francesco La Camera
und der Exekutivdirektor der Internationalen Energie Agentur (IEA), Fatih Birol.
Der Berlin Energy Transition Dialogue findet seit 2015 auf Einladung der Bundesregierung statt und
wird gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), dem Bundesverband Solarwirtschaft
(BSW-Solar), der Deutschen Energie-Agentur (dena) sowie eclareon veranstaltet.
Das aktuelle Programm der Konferenz sowie das Begleitprogramm finden Sie auf
www.energydialogue.berlin. Hinweise zu weiteren Pressetermin finden Sie unter
www.energydialogue.berlin/press/ Auf Twitter können Sie sich mit dem Hashtag #betd22 und Fragen und
Kommentaren @greensofa_betd beteiligen. Die Konferenzsprache ist Englisch.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/03/20220329-berliner-energiewende-konferenz-im-zeichen-der-angestrebten-unabhangigkeit-von-fossilen-energien.html

Quelle:abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.