Berlin:

Klimaanpassung

Steffi Lemke präsentiert Sofortprogramm Klimaanpassung

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute im Rahmen der ersten
Vernetzungskonferenz „Kommunale Klimaanpassung im Dialog“ ein
Sofortprogramm des BMUV für die Anpassung an den Klimawandel vorgestellt.
Das Maßnahmenpaket dient dazu, erste Schritte und Maßnahmen schnell in
die Praxis zu bringen. Damit will das Ministerium der Dringlichkeit der
Klimaanpassung in einem ersten Schritt Rechnung tragen. Im Fokus des
Programms steht die Unterstützung von Kommunen durch den Ausbau von
Förderprogrammen und Kompetenzaufbau, durch passgenaue Beratung vor Ort
und bessere Ausbildung von lokalen Expert*innen sowie die Sensibilisierung
und Aufklärung von Bürger*innen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Der jüngste Bericht des
Weltklimarats beschreibt schonungslos die Auswirkungen der Klimakrise. Die
Notwendigkeit zu Anpassung und Vorsorge wird sich künftig mit jedem
Zehntelgrad Erderhitzung weiter verschärfen. Klimaschutz ist daher
dringend geboten, Klimaanpassung und Risikovorsorge sind zu einer ebenso
großen Verantwortung der Politik geworden. Kommunen sind in besonderer
Weise von den Auswirkungen von Hitze, Sturm, Starkregen oder anderen
Extremwetterereignissen betroffen. Viele Kommunen haben bereits begonnen,
auf lokaler Ebene Infrastruktur und Gesellschaft auf die künftigen
klimatischen Bedingungen auszurichten. Sie sind damit Schlüsselakteure bei
der Anpassung. Dabei ist jede Kommune anders betroffen: Die eine Stadt
erlebt immer häufiger Hochwasser, eine andere Gemeinde kämpft mit
Wasserknappheit, und in der dritten leiden Kinder und ältere Menschen
unter der Hitze der Großstadt. Vielen Städten und Gemeinden fehlt
allerdings nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Personal mit spezifischer
Expertise für wirksame Klimavorsorge und Klimaanpassung. Das
Bundesumweltministerium handelt gemeinsam mit Ländern und Kommunen und
unterstützt sie künftig noch besser. Mit dem Sofortprogramm
Klimaanpassung bauen wir neue Kompetenzen in den Kommunen auf und
unterstützen gezielt vulnerable Gruppen. Dafür machen wir die bisher
befristeten, auf Modellprojekte ausgerichteten Programme zu einer
Standardförderung und bauen sie aus. Außerdem unterstützt das BMUV
umfassend Beratung und Kompetenzaufbau für die Klimaanpassung vor Ort. Mit
dem Sofortprogramm Klimaanpassung gehen wir den ersten, dringend nötigen
Schritt. Weitere Schritte folgen mit dem Klimaanpassungsgesetz, einer
neuen, vorsorgenden Anpassungsstrategie und einer gemeinsamen Finanzierung
von Bund und Ländern. Auch mit unserer Nationalen Wasserstrategie und dem
Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz werden wir weitere wichtige
Beiträge zur Klimaanpassung leisten.“

Jede Kommune soll künftig die Klimaanpassung umsetzen können, die zu ihr
passt. Klar ist, dass die Städte und Gemeinden die Aufgaben nicht allein
stemmen können, der Bund muss hier unterstützen. Darauf zielt das
BMUV-Sofortprogramm Klimaanpassung, das auf drei zentralen Säulen fußt:
Förderung und Kompetenzaufbau, Information und Beratung sowie Vernetzung
aller relevanten Akteure.

Ausgewählte Maßnahmen:

Bessere Klimavorsorge durch 100 lokale Anpassungsmanager*innen: Über das
Programm „Maßnahmen zu Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS)“
wird den Kommunen die Einstellung von Spezialist*innen ermöglicht, die vor
Ort nachhaltige Klimaanpassungskonzepte erstellen und deren Umsetzung
vorantreiben.
Kompetenzausbau in strukturschwachen Regionen: Das Zentrum KlimaAnpassung
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=FR07d4Pfrp6Gl7zkA3jeNpnSxVMkyQXCj/+cd/CEZq+BuBNZyf/LoKSsg41K6FIQ>
richtet neue Veranstaltungsformate wie z. B. Klimawerkstätten für
regionale Multiplikator*innen und Akteure insbesondere in strukturschwachen
und von der Klimakrise besonders betroffenen Regionen aus.
Mentoring-Programm für Klimaanpassungsmanager*innen: Im Rahmen des
Programms des Zentrum KlimaAnpassung geben erfahrene Mentor*innen
praxisnahes Wissen an die Neueinsteiger*innen in der kommunalen
Klimaanpassung weiter.
Besserer Schutz von Risikogruppen in sozialen Einrichtungen: Der
Unterstützungsbedarf für Krankenhäuser, Kindergärten und
Pflegestationen bleibt groß. Das Förderprogramm „Klimaanpassung in
sozialen Einrichtungen“ wird entfristet und als neues Regelprogramm des
BMUV geführt.
Besserer Schutz vor Hitze durch Hitzeaktionspläne: Das Angebot des
Zentrums KlimaAnpassung
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=FR07d4Pfrp6Gl7zkA3jeNpnSxVMkyQXCj/+cd/CEZq+BuBNZyf/LoKSsg41K6FIQ>
wird erweitert. Dazu zählt ein auf die Entwicklung und Umsetzung von
Hitzeaktionsplänen spezialisiertes Beratungsprogramm für Kommunen, um die
flächenhafte Erstellung solcher Pläne voran zu bringen.
Klimaanpassungs-Kommunikation für Bürger*innen: Mit passgenauer
Ansprache unterstützt das BMUV Verbraucher*innen in ihrer individuellen
Risikovorsorge: Ältere Menschen erfahren, wie sie sich vor Überhitzung
schützen. Schulen und Kitas bekommen Tipps, wie sie Schüler*innen und
Kleinkinder vor Dehydrierung bewahren. Hauseigentümer*innen erhalten
Aufklärung über Elementarschadenversicherungen, wie sie ihre Gebäude vor
Starkregen sichern können und wie Entsiegelung und Begrünung zur
Artenvielfalt und Erhöhung unserer Lebensqualität beitragen.

Über das Sofortprogramm Klimaanpassung hinaus treibt das BMUV die
Umsetzung der wesentlichen Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag zur
Klimaanpassung voran (Klimaanpassungsgesetz und vorsorgende
Anpassungsstrategie). Künftig wird eine eigene Unterabteilung
Klimaanpassung im BMUV dem Thema die notwendige Aufmerksamkeit verschaffen.
Es wird auch darum gehen, Synergien mit anderen Programmen und Strategien
der Bundesregierung zu nutzen. Anknüpfungspunkte bieten insbesondere das
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, das auf intakte Ökosysteme für
Klimaschutz und Anpassung setzt, und die Nationale Wasserstrategie mit
einem Maßnahmenbündel für einen sorgsamen Umgang mit der Ressource
Wasser.

Am 24. und 25. März 2022 veranstaltet das Zentrum KlimaAnpassung im
Auftrag des BMUV die erste Vernetzungskonferenz „Kommunale Klimaanpassung
im Dialog“. Dabei diskutieren Vertreter*innen aus den Ministerien der
Bundes- und Landesebene und der Kommunalen Spitzenverbänden aktuelle
Fragen der Anpassung an die Folgen der Klimakrise sowie zu den
Herausforderungen und Bedarfen der Kommunen. Der zweite Konferenztag dient
der gezielten Vernetzung und dem kollegialen Austausch zwischen
Vertreter*innen der Kommunen und kommunalen Klimaanpassungsmanager*innen.

Weitere Informationen

Sofortprogramm Klimaanpassung
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=5HXeAentNH6mphZyd6Ywg5nSxVMkyQXCj/+cd/CEZq+BuBNZyf/boKSsg41K6FIQ>

Vernetzungskonferenz „Kommunale Klimaanpassung im Dialog“ (24./25.03.)
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=YDtWxpOAWDupjnk4W+xBWJnSxVMkyaXCj/+cd/CEZq+BuBNZyf8boKSsg41K6FIQ>

Anpassung an die Klimawandel
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=fea0zkxyOFebH2nH9LVy8pnSxVMkySXCj/+cd/CEZq+BuBNZyf/LoKSsg41K6FIQ>

Quelle:bmu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.