München:

Glauber: Klimawandel erhöht Gefahr von Starkregen
Auch in Zukunft finanzielle Unterstützung für Kommunen

Die schweren Gewitter der vergangenen Tage zeigen: Kommunen sollten sich bestmöglich auf Starkregenereignisse vorbereiten. Dazu rief Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München auf. „In den vergangenen Tagen haben verschiedene Starkregenereignisse in Bayern teils heftige Schäden verursacht. Experten gehen davon aus, dass diese Entwicklung anhalten wird. Das Risiko von Sturzfluten und Hochwasser infolge von Starkregen steigt durch den Klimawandel sogar noch einmal deutlich an. Jede Kommune kann es treffen. Für kleine Gemeinden können Sturzfluten sogar eine existenzielle Bedrohung sein. Wir brauchen den bestmöglichen Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger. Wir stehen bei der Vorbereitung auf extreme Starkregenereignisse fest an der Seite der Kommunen. Wir werden die Kommunen kraftvoll unterstützen, vor Ort den Schutz vor Starkregen gezielt zu verbessern.“

Die Wasserwirtschaftsverwaltung berät Kommunen in ganz Bayern im Umgang mit dieser Herausforderung, stellt umfassende Aufklärungsmaterialen zur Verfügung und fördert konkrete Maßnahmen. Hierzu gehören vor allem die „Integralen Konzepte zum kommunalen Starkregen-Risikomanagement“. Etwa 100 bayerische Kommunen haben bereits rund 12 Millionen Euro an Zuwendungen für die Erstellung dieser Vorsorge- und Schutzkonzepte beantragt. Aktuell wird ein neuer Leitfaden nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft für dieses Thema erarbeitet. Förderanträge sind auch weiterhin möglich. Interessierte Kommunen können sich dazu direkt an ihr Wasserwirtschaftsamt wenden.

 

Die Konzept-Förderung beleuchtet neben den klassischen Möglichkeiten des technischen Hochwasserschutzes gegen Sturzfluten auch die Hochwasservorsorge bei der Flächennutzung oder Bauleitplanung sowie das richtige Verhalten bei Hochwasser. Auch die Bevölkerung soll auf die Gefahren durch Starkregenereignisse und über die Ufer tretende Flüsse aufmerksam gemacht werden. Glauber: „Wir können die Gefahren durch Hochwasser und Sturzfluten nicht vollständig verhindern, aber wir können Risiken und Schäden durch gezielte Maßnahmen minimieren. Je besser die Menschen sensibilisiert sind, desto besser können sie sich vorbereiten.“

 

Für viele Kommunen stellt sich infolge der aktuellen Starkregenereignisse die Frage, mit welchen Maßnahmen – neben dem technischen Hochwasserschutz etwa mit Deichen oder mobilen Schutzwänden – die Auswirkungen von Starkregenereignissen gemindert werden können. Ein Ansatz hierbei sind die sogenannten Schwammstädte. Glauber: „Wir brauchen ein Zukunfts-Konzept für den Umgang mit Niederschlagswasser in den Städten und Gemeinden. Es muss die Möglichkeit geben, dass Wasser versickern kann. Unsere Lösung heißt Schwammstädte. Wir müssen das Wasser in unseren Städten und Gemeinden halten wie in einem Schwamm. Klimaangepasstes Planen und Bauen müssen zum Standard werden.“

 

Mit einem neuen Leitfaden soll für diese Herausforderungen sensibilisiert werden. Konkret wird beispielswiese vorgeschlagen, schon bei der Bauleitplanung Flächen für den Rückhalt und die Versickerung von Regenwasser festzusetzen, sowie Abflusswege für Starkregenereignisse freizuhalten. Auch bei der Stadterneuerung kann durch neu angelegte abgesenkte Grünflächen die Starkregenvorsorge verbessert werden. Gleichzeitig helfen die Maßnahmen auch beim gegenläufigen Effekt des Klimawandels: Sie wirken wie natürliche Klimaanlagen und beugen damit im Sommer zu großer Hitze in den Städten vor.

 

Umfangreiche Informationen rund um das Thema Hochwasser bietet das Portal www.hochwasserinfo.bayern.de. Dort steht Interessierten auch ein persönlicher Hochwassercheck zur Verfügung.

 

Quelle:stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.