Berlin:

Schulze: „Künstliche Intelligenz für Umwelt und Klima besser nutzen“

Bundesumweltministerium veröffentlicht Fünf-Punkte-Programm für
umweltgerechte und gemeinwohlorientierte KI-Entwicklung und Anwendung

Das Bundesumweltministerium erhöht seine Ausgaben für KI-Projekte im
Umwelt- und Klimaschutz. Im Rahmen der KI-Strategie der Bundesregierung
stellt das BMU bis 2025 150 Mio. Euro zur Verfügung, die
schwerpunktmäßig in fünf Bereichen ausgegeben werden sollen. Dazu
zählen: Klimaschutz- und Energiewendeprojekte; Anwendungen für kleine und
mittlere Unternehmen, um ihren Energie- und Materialeinsatz zu senken;
Beteiligungsplattformen für die Zivilgesellschaft zur
gemeinwohlorientieren Ausgestaltung und Nutzung der KI;
Big-Data-Analyseverfahren für öffentliche Umweltdaten sowie Forschungs-
und Anwendungsprojekte, die eine bessere Bewertung der Umweltfolgen der
KI-Infrastruktur ermöglichen oder direkt ihren Energie- und
Ressourcenbedarf reduzieren. Die Förderung erfolgt im Rahmen des
Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung.

Bundesumweltministerium Svenja Schulze: „Künstliche Intelligenz wird
bislang noch kaum mit Klimaschutz in Verbindung gebracht – zu Unrecht. Mit
KI können wir, einfach gesagt, große Datenmengen analysieren und so
Muster, Trends und Fehler erkennen und vorhersagen. Was abstrakt klingen
mag, nützt der Umwelt auf ganz konkrete Weise: bei der Umstellung unserer
Energieversorgung auf Sonnen- und Windkraft zum Beispiel. Oder der besseren
Vorhersage von Umweltkatastrophen. Gleichzeitig darf eine
Technologieentwicklung nie zum Selbstzweck werden, sie muss sich vielmehr
am Gemeinwohl ausrichten. Dies wollen wir durch unsere Förderpolitik
sicherstellen. Hierbei gilt es, gerade auch ökologische Schattenseiten der
KI in den Blick zu nehmen. Denn nicht nur die Milliarden von Berechnungen
auf Hochleistungsprozessoren, die den KI-Systemen ihre beeindruckenden
Fähigkeiten verleihen, verschlingen viel Energie, gleiches gilt auch für
den Transport und die Speicherung der riesigen Datenmengen.“

Das Bundesumweltministerium definiert in einem Fünf-Punkte-Programm seine
Maßnahmenschwerpunkte seiner KI-Initiativen für die Jahre 2021 bis 2025.
Neben einer Unterstützung nachhaltiger KI-Anwendungen und
Geschäftsmodelle, die den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft vorantreiben
– insbesondere im mittelständischen Bereich – soll die gesellschaftliche
Technikgestaltung gestärkt und der Zugang zu öffentlich relevanten
Umweltdaten erleichtert werden. Gezielt gefördert werden sollen zudem
solche KI-Anwendungen, die zur Vermeidung oder Verminderung von
Treibhausgasemissionen beitragen oder ihre direkten Umweltwirkungen
möglichst geringhalten.

Somit sollen KI-Prototypen mit geringerem ökologischen Fußabdruck
entstehen – vor allem bezogen auf die Hardware, den Energie- und
Ressourcenverbrauch und die verwendeten Algorithmen. In diesem Zusammenhang
soll auch die Forschung zu den Umweltauswirkungen der KI gestärkt werden,
beispielsweise um den tatsächlichen ökologischen Fußabdruck von
KI-Anwendungen über deren gesamte Lebensdauer, d.h. von der Entwicklung,
über das Training bis zur Nutzung besser erfassen und steuern zu können.
Die Forschungsergebnisse zu den Energie- und Ressourcenverbräuchen der KI
könnten mittelfristig zu einer Energieeffizienz-Kennzeichnung beitragen,
die sowohl Entwicklungsprozesse als auch Übertragungswege
berücksichtigen.

Seit 2020 finanziert das Bundesumweltministerium KI-Leuchtturm-Projekte
für den Umwelt- und Klimaschutz. Im Rahmen der ersten Förderrunde wurden
insgesamt rund 300 Ideen eingereicht und 28 Projekte mit rund 28 Millionen
Euro gefördert. Zuständige Projektträgerin für die Förderinitiative
KI-Leuchttürme ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Weitere Informationen:

• Fünf-Punkte-Programm „Künstliche Intelligenz für Umwelt und
Klima“:

https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=Ze5y6KIwXrCblL4cu6nt1lmWzF2WEcSpo7fFcYJIn5iBuBNZyf+7oKSsg41K6FIQ

• Künstliche Intelligenz für Umwelt- und Klimaschutz:
https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=32CI+UlHsXe2yQQo6s/RYFmWzF2WEWSpo7fFcYJIn5iBuBNZyf8boKSsg41K6FIQ

• Projektsteckbriefe der KI-Leuchtturmprojekte
<https://www.bmu.de/presseverteiler/lt.php?tid=d5jEfcmz2kWcw8Wul4Wl2FmWzF2WEdSpo7fFcYJIn5iBuBNZyf+boKSsg41K6FIQ>

Quelle:bmu.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.