Berlin:

Forschung voranbringen – Tierversuche verringern
Tierschutzforschungspreis des Bundeslandwirtschaftsministeriums für Wissenschaftlerin aus Tübingen

Ziel der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, ist es, Tierversuche zu wissenschaftlichen Zwecken durch Alternativen zu ersetzen. Die Forschung an solchen Alternativmethoden treibt das Bundesministerium seit Jahren voran – auch mit dem Tierschutzforschungspreis, dotiert mit 25.000 Euro. Die diesjährige Auszeichnung hat die Bundesministerin heute virtuell an Dr. Anne-Katrin Rohlfing von der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen verliehen. Ihr ist es gelungen, menschliche Stammzellen mit Hilfe der Genschere CRISPR/Cas-Technologie gezielt zu verändern und daraus Blutplättchen entstehen zu lassen. Diese Methode ist schneller als die herkömmlichen, auf Tierversuchen basierenden Verfahren.

Bundesministerin Julia Klöckner: „Deutschland nimmt bei der Erforschung und Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen eine Vorreiterrolle ein. Mit unseren Fördermaßnahmen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz. Dazu gehört auch der Tierschutzforschungspreis. Er ist Anreiz und erhöht die Sichtbarkeit entwickelter Methoden. Denn das Ziel ist klar: Wo immer möglich, müssen wir auf Tierversuche verzichten. Dabei verdeutlicht die Forschung von Frau Dr. Rohlfing, welches Potential die CRISPR/Cas-Technologie auch in diesem Bereich hat. Ich gratuliere zu diesem herausragenden Erfolg!“

Zum Forschungsprojekt:
Blutplättchen sind neben der Blutgerinnung zentral an der Entstehung von Erkrankungen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie beteiligt. Dr. Anne-Katrin Rohlfing befasste sich im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Entwicklung eines Zellkulturverfahrens, das die Untersuchung genetisch veränderter Blutplättchen (Thrombozyten) ermöglicht. Mit Hilfe dieses Verfahrens können zukünftig vor der Planung und Durchführung von Tierversuchen wichtige Informationen bereits im Zellkulturverfahren gewonnen werden. Dadurch sind deutlich weniger genetisch veränderte Mäuse im Rahmen dieser Versuche erforderlich.

Zum Tierschutzforschungspreis:
Tierversuche dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn keine entsprechenden Methoden zum Ersatz oder zur Einschränkung von Tierversuchen vorhanden sind. Um in möglichst allen Bereichen, in denen Tierversuche durchgeführt werden, Alternativmethoden zu entwickeln und die zugehörige Forschung voranzutreiben, schreibt das BMEL jährlich den Tierschutzforschungspreis aus. Der Preis wird für innovative, zukunftsweisende wissenschaftliche Arbeiten ausgeschrieben, die einen Beitrag zur Entwicklung von Methoden und Verfahren leisten, durch die Tierversuche ersetzt oder eingeschränkt werden können (Replacement und Reduction).

Weitere Maßnahmen des BMEL zum Schutz von Versuchstieren:
Ziel des BMEL ist es, Tierversuche auf das absolut notwendige Maß zu beschränken und Versuchstiere bestmöglich zu schützen. Zu den Maßnahmen des BMEL dafür gehören neben der Vergabe des Tierschutzforschungspreises unter anderem:
• der Betrieb des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (etwa 1,5 Millionen Euro jährlich),
• die Forschungsförderung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (etwa 400.000 Euro jährlich),
• die Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (100.000 Euro jährlich).
Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.